Baut Tillig nur noch Vitrinen-Modelle?

  • Hallo,

    ich hatte ja schon mal geschrieben, das ich mit einigen Reisezugwagen Probleme habe. Die letzten Reisezugwagen (12003, 12004, 12050) die ich von Tillig gekauft habe schlagen alle Rekorde was schlechten Lauf angeht. Die Kurzkupplungskulissen sind hakelig, sie entkuppeln sich ständig, entgleisen immer und überall weil z.B. die Drehgestelle sich mit den Stufen verhaken, Radsätze laufen schwer oder gar nicht.

    Vom Aussehen her sind die Wagen alle Top, allererste Güte. Nur für den robusten Betriebsalltag sind sie vermutlich nicht konstruiert/ gebaut.

    Habt Ihr auch solche Erfahrungen gemacht?

    Wie habt Ihr Euch geholfen?

    Ist es neuerdings normal das man solch teure Wagen erst mal feintunen muss?

    VG

    Bernd

  • Da ist schon was dran. Der alte Grundsatz "form follow function" gilt nicht mehr für die Moba. Ist aber auch irgendwo logisch, denn gefühlt gibt es nur noch wenige Spielbahner. Fast immer ist in Beiträgen die Rede von "so etwas stelle ich nicht in die Vitrine". Im Betriebsalltag sind die neuen Modelle mit ihren allerfeinsten Details nicht zu gebrauchen. Die traut man sich kaum noch anzufassen. Nach 3 Tagen Modulbetrieb müssen nicht wenige Modelle restauriert werden.

    Wolfgang

  • Ihr macht mir Mut.

    Meine so 25 Jahre alten, und ältere, .... Wagons sind ja noch gut zum Fahren und Spielen.

    Sehr viel Zeuke und BTTB liegt in den Schubladen und wartet das die MoBa mal fahrfertig wird.

    Die neue Loks zumindest, wenn auch filigran, laufen zum Glück recht gut.

  • Hallo,

    man könnte ja auch die Wagen reklamieren und , gegebenen Falls, auch den Kauf verweigern :gut:. Nur so lernen die Hersteller wieder Qualität zu liefern.

    Hab ich mit Saxonia gemacht , bis ich ein schickes Modell hatte und das war nicht nur 10x Hin und Her geschickt.( Stammtischler kennen mein Vorgehen dahin gehend).

    Nur wenn der " Unbedingt haben wollen - Reflex " vorhanden ist , wird's schwierig ( für den Käufer).:besen:

    Ich habe für MICH entschieden , die Geduld aufzubringen und dem Hersteller seine Mängel zu zeigen :phone:.

    Ich bin aber auch in der glücklichen Lage , nicht mehr jedes Produkt zu jedem Preis bei mangelhafter Qualität kaufenzu müssen.:hurra:

    MfG Uwe

  • Die Kurzkupplungskulissen sind hakelig, sie entkuppeln sich ständig, entgleisen immer und überall weil z.B. die Drehgestelle sich mit den Stufen verhaken,

    Dazu wäre aber eine kleine Erklärung der derzeitig benutzten Radien und des Gleissystemesnotwendig.
    Die Aussage, so wie sie jetzt im Raum steht, würde ich mal als zu allgemein ansehen.
    Ja, ich bin auch nicht mehr zufrieden mit der Qualität von den gelieferten Produkten, aber das zieht sich durch alle Hersteller gemeinsam durch.

    Deswegen habe ich mein Hauptaugenmerk auch inzwischen auch den Spuren TTe und H0m gewidmet. Trotzdem bleibt aber ein klein wenig TT immer noch da, weil es einfach die perfekte Spurweite ist.

    denn gefühlt gibt es nur noch wenige Spielbahner.

    Die gibt es schon noch genügend, die trauen sich nur auf Grund eines gewissen Boards nichts mehr zu zeigen und zu schreiben.
    Auf der anderen Seite habe ich ein paar Gleispläne gezeichnet für Bekannte, die mich echt nachdenklich machen. So ist es durchaus möglich für H0 fast gleich große Anlagen zu planen wie für die Spur TT (Natürlich mit Beschränkung der Zuglänge, aber wer Nebenbahn will der bekommt dort erheblich mehr geboten). Zu DDR Zeiten war eine Umrechnung noch möglich, aktuell aber in keiner Weise mehr. Früher fuhr durch den 286er-Radius von BTTB-Gleis alles was auf dem Markt war. Das ist nun lange vorbei, weshalb eine Umrechnung von 1:87 nach 1:120 nicht mehr funktioniert.
    Wer eine absolut betriebssichere Anlage in TT haben möchte sollte heutzutage auf Radius 353mm ausweichen. Das entspricht gerade einmal 7mm weniger wie H0. Wenn ich dann das Zubehörsortiment hinzu betrachte komme ich bei Neubeginn in Modellbahn nicht unbedingt zur Spurweite TT.

    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe,

    zu Deinen Fragen, Gleissystem ist das Modell-Gleis von Tillig, Radien sind 353. Ich hatte hier glaube schon mal Fotos bzw. Videos von meiner Anlage eingestellt. Ansonsten kann man die auf meinem Youtube-Kanal sehen. Aktuell ist die Anlage 5m lang und 1,5 m breit.

    Es ist interessant, ob andere Modellbahner gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Nun denn, da werde ich die Wagen so lange an den Problemzonen beschleifen, bis sie vernünftig fahren.

    VG

    Bernd

  • a) - Ursache meist schlechte Materialverarbeitung, mechanisch Hin und her bewegen, also einen Abschleifeffekt erzielen, auch etwas Öl kann abhelfen;

    b) -hier habe ich die Empfindung, dass die neueren Haken leichter sind als die älteren, damit fehlt das Gewicht für einen vertikalen Kraftschluß, wobei die Art und Mechanik der Kupplung mittlerweile völlig überholt ist;

    Abhilfe m.M. nach Überlegung zu Magnetkupplung, wird ja mittlerweile schon von Herstellern erkannt, siehe Hornby;

    c) --Stufen bearbeiten und störende Stellen einkürzen;

    d) -Ursache sind meistens die eingeklippsten Bremsbackeneisätze, ev. darauf verzichten oder am DG ankleben und bearbeiten;

    e) -ja die Erfahrungen sind normal, plug and play ist nicht, war eigentlich noch nie bei diesem Hobby;

    Also Kopf hoch und weiterbasteln;

    mfg

    fp

  • Ja, der Schürzenspeisewagen läuft ohne Nachbearbeitung schlecht.

    Ich weiß, das Gegenbögen nicht so gut sind, deshalb habe ich die bei der Anlagenplanung gleich vermieden.