Beiträge von Harka

    Bei einstöckigen Torhäuschen kann man das so machen (auch wenn jeder Maurer da mit den Augen rollt), ich hatte eher das Fabrikgebäude im Hintergrund gemeint. Fensterbänke erkenne ich aber auch beim Torgebäude.

    Tatsächlich wurde beim Vorbild auch schon mal auf den Fenstersturz verzichtet, wenn Metallrahmen für die Fenster zum Einsatz kamen oder T-Träger eingemauert wurden. Letztere sind von außen nicht immer erkennbar.

    Ich würde vorher mal nachsehen, ob die Lager ausreichend gefettet sind. Dazu ist kein größerer Eingriff nötig.

    Aber grundsätzlich hast du natürlich recht, bei dem Preis sollte das Modell anders klingen.

    Die Lok war die meiste Zeit ihres Lebens nicht als echte Schnellzuglok unterwegs und war ja auch als solche nie gedacht. In Rostock beförderte sie als S-Bahn Arbeiterzüge zum Hafen, im Werratal fuhr sie auf der ehemals gut ausgebauten Transitstrecke beschleunigte Personenzüge (heute Regionalexpress genannt), in Berlin war sie auch nur im Umland als Nahverkehr tätig. Ein echter Nachteil wurde ihre Achslast von knapp über 20 t, was ihren Einsatz auf Hauptstrecken beschränkte, allerdings waren die eingleisigen Strecken Erfurt-Meiningen oder Plaue-Ilmenau auch Hauptstrecken, obwohl auf der Strecke nach Ilmenau sich planmäßig keine Schnellzuglok hin verirrte und es auch sonst dort keinen Schwerlastverkehr gab.

    Auf den eher kompakten Heimanlagen dürfte die kompakte Lok jedenfalls so manchen Eilzug vorbildnah bespannen, für eine 01 muss man ja auch erst mal den Platz haben.

    BR 62 - das Vorbild

    Ende der 1920er Jahre als Einheitspersonenzuglok von der DR geplant und gebaut, sollte sie den Vorortverkehr mit guten Sprinteigenschaften beschleunigen und auf Hauptstrecken Züge bespannen, die wir heute als Regionalexpresse bezeichnen. Die Lok litt unter dem Problemen der Weltwirtschaftskriese und dem damit einhergehenden langsameren Ausbau der Trassen auf 20 t Achslast. Zudem wurde die Konkurrenz durch die Dieseltriebwagen in diesem Bereich immer größer. Außerdem besaß die noch junge DR reichlich nicht gar so alte Länderbahnschnellzugloks mit zumeist geringerer Achslast, die auch ganz gut in das Einsatzspektrum der BR 62 passten, aber wegen der geringeren Achslast großzügiger einsetzbar waren. Deshalb wurden die 1928 gebauten Loks nur zögerlich abgenommen und nach nur 15 Exemplaren die Beschaffung 1932 beendet. Zum Einsatz kam sie im Raum Düsseldorf, Sassnitz und Meiningen.

    Nach dem Krieg verblieben acht Exemplare bei der DR und sieben bei der DB, die sie als Splittergattung aber schon bis 1956 ausmusterte. Bei der DR erfolgten Stationierungen in Meiningen (Werratalbahn), Berlin (Sputnikzüge), später Rostock (was das Modell mit Revision 1967 auch darstellt), später Wittenberge, Berlin und zum Schluss Frankfurt/Oder. Als letzte und einzige Lok erlebte die 62 007 noch die Epoche IV und erhielt die Nummer 62 1007-4, bevor auch sie 1972 ausgemustert wurde. Sie ist bis heute erhalten geblieben und steht im Eisenbahnmuseum Bw Dresden-Altstadt.


    Das Modell

    Piko zeigt einmal mehr Modellbau auf höchstem Niveau. Alle Zurüstteile sind montiert, aber für den Vitrieneneinsatz können weitere montiert werden. Einzig eine Abdeckung für den Kohlenvorrat kann bei fahrenden Modellen ergänzt werden, Fotos davon konnte ich nicht finden.

    Der Antrieb erfolgt auf den hinteren Kuppelradsatz, alle anderen Räder werden nur über das Gestänge oder die Reibung mitgenommen. Beide Räder des angetriebenen Radsatzes haben Haftreifen, was der Lok auch auf Grund ihres ordentlichen Gewichts von 165 gr ausreichend Zugkraft verleiht.

    Das Modell fährt bis 80% der Höchspannung sehr leise und sicher durch alle Weichen- und Kurvenkombinationen des Bettungsgleises. Darüber ist zunehmend deutlicher der Motor zu hören, allerdings überdecken angehängte Wagen mit ihren Laufgeräuschen dies fast völlig. Der Vorläufer reagiert empfindlich auf in der Höhe schlecht verlegte Gleise.

    Bei drehenden Rädern kommt der filigran nachgebildete Barrenrahmen des Originals mit seinen Durchbrechungen sehr gut zur Geltung.

    Der Führerstand ist sehr gut nachgebildet mit farblich abgesetzten Handrad (Regler) und detailierter Kesselrückseite.

    Eine Kurzkupplungskinematik gibt es nur hinten, einen NEM-Schacht vorn und hinten.

    Die Geschwindigkeit lässt sich fein regeln und bei 80% der Nennspannung erreicht das Modell mit und ohne angehängten Zug eine vorbildlich wirkende Geschwindigkeit.

    Am Ende geht es ums Geld, aber um wessen? Ich habe hier bisher keine dahingehende Diskussion gelesen und wer da was an irgendeinem Stammtisch von sich gegeben hat, weis ich auch nicht. Ich will es auch gar nicht wissen. Mit Stammtischparolen macht zwar gerade eine Partei viel von sich reden, aber seien wir mal ehrlich, wahr ist davon so gut wie nichts und aus dem Zusammenhang gerissene Details sind nicht selten in ihrem neuen Kontext einfach nur Lügen. Politische Statements haben hier nichts verloren und dem Weltfrieden werden wir hier auch nicht näher kommen. Wer hier wann und wo was wofür auch immer gespendet hat, ist allein deren Sache. Bei näherer Betrachtung zerreißen sich nicht selten die Personen darüber das Maul, die mit der Sache gar nichts zu tun haben, nie was gespendet haben und nur den Besserwisser herauskehren wollen. Fundierte Vorurteile sind aber dennoch nur Vorurteile und "man weis ja" und "man hat aus gut unterrichteter Gerüchteküche gehört" ersetzen keine Tatsachen.


    Es war ironischerweise Karl-Eduard von Schnitzler, der sagte und bewies, dass "eine halbe Wahrheit nicht selten eine ganze Lüge ist." Den Satz hätte er sich mal lieber selber über seinen Spiegel gehängt, aber wahr ist er dennoch.


    Um es mal etwas kürzer zu formulieren: Wer hier nur rumstänkern will, der mache das bitte in seinem Forum. Wer Straftaten aufdecken will, dem kann ich helfen, dies an der richtigen Stelle anzubringen. Aber bitte dann nicht hinterher über die Gerichts- und Anwaltskosten rumjammern.

    Eine schöne Idee, allein bei den Häusern solltest du die Auswahl überdenken, denn sie haben unterschiedliche Maßstäbe. Auhagens Häuser sind in 1:100 gehalten und somit etwas zu groß, was bei deinem geringen zur Verfügung stehen Platz zusätzlich unglücklich ist. Die Mamos-Bausätze aus dem "Raumzellen"-Programm sind vom Maßstab her besser geeignet.

    Du könntest zusätzlich signifikant Raum gewinnen, wenn du die hinteren Gebäude als Halbrelief gestaltest, sie also in der Mitte durchsägst. Von hinten wird die ohnehin nie jemand sehen, man könnte sie so aber leicht später von innen gestalten.

    Der Mamos-Bausatz vom Bahnhof Klingenberg-Colmnitz ist meiner Meinung nach als Gebäude zu groß und passt auch vom Baustil so wenig wie die Überreste des Bahnhofs Altmittweida in ein Stadtbild.

    Danke für die sehr gute Qualität der Decals, aber warum stammen alle aus Mecklenburg? Ich habe zwar auch Ostsee-Trans LKW, aber an den meisten steht was aus dem Süden dran (insbesondere Bezirk Erfurt - besondere Dank wegen der Kraftverkehr-Erfurt-Decals)

    Man kann beliebige Gleise auf jede gewünschte Gleisgeometrie zusammenstecken und die Loks werden darüber fahren. Es bedarf dazu gar nichts besonderes. Du musst nur aufpassen, dass du keine Wendeschleife erstellst, denn dafür brauchst du Elektronik.

    Wenn du aber Abstellgleise haben willst, auf denen du mal eben eine Lok oder Triebwagen parken möchtest, dann musst du das Gleis abschaltbar machen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, von einfach bis teuer. Ist das dein Problem?

    Keine öffnungsfähigen Fenster auf der rechten Seite - das passt, aber wo sind die beiden Gepäckfächer im Anhänger? Sie wurden praktisch nie genutzt, aber sie waren da.