Beiträge von Harka

    Sehr schön ist das weiße Lenkrad des Multicar M22, denn das hatten sehr viele (ab Werk). Da allerdings das DDR-Einheitlenkrad drauf passte, wurde es gerne später gegen ein schwarzes getauscht. Ich hatte beide auf tausenden Kilometern in der Hand. Die rostbraune Ladefläche passt auch, weil dort der Lack ganz fix ab war. Die schwarzen Gummiverschlüsse der Motorhaube könntest du noch mit einem Edding schwärzen.

    Warum sind die Felgen braun? Ich kenne die nur in schwarz, rot und grün.

    Ich kann nicht erkennen, ob du es getan hast, aber ich habe allen meinen M22 ihren Hinterradantrieb spendiert und eine Kardanwelle drunter gebastelt (ok, die Linke ist etwas zu dick).

    Also ich vestehe die Kritik gerade nicht so ganz. Mir gefällt die Lok und was gibt es da auszusetzen. Schon mal eine echte Lok in solchem Licht gesehen? Da ist keine Wand glatt und ohne Beulen, aber nicht mal die sehe ich hier.

    Kohlenkulli

    Es gibt 4-achsige Zugmaschinen von Scania, wobei die meistens nur zwei zwillingsbereifte Achsen haben und nicht drei. Was ich aber noch nie gesehen habe, sind solche langen Fahrerhäuser, die US-typisch an Einfamilienhäuser erinnern. Auch der Sinn eines Aufliegers mit vier Achsen erklärt sich mir nicht. In den USA werden zwar gerne ein paar Achsen mehr verbaut, weil dort Brücken nicht nach Gesamtmasse des Fahrzeuges sondern nach Achslast zugelassen werden, jedoch kenne ich auch da keine 4-achsigen Kofferauflieger, denn damit dürfte man schwer um die Kurven kommen und mehr Räder machen den Auflieger auch teurer in Anschaffung und Unterhalt. Selbst in Mexiko oder Australien, wo Sattelzüge beliebig lang sein dürfen und es keine Gewichtsbeschränkungen gibt, haben dortige Roadtrains keine 4 Hinterachsen unterm Auflieger.

    Die Phantographen von E-Loks waren im Tunnel immer sehr stark eingedrückt, allein schon deshalb, weil beim Bau der Tunnel kein Mensch an Oberleitungen dachte, denn die waren da noch nicht erfunden.


    Und was deine Brücken angeht: Schau dir mal deine Bilder genau an. Fällt dir was auf? Zwischen zwei originalen Pfeilern hast du noch drei zusätzlich stehen. Zudem überbrücken deine Brücken nur schmale Senken, sehen aber aus, als würden sie gerade ganze Alpentäler überwinden.

    Das Tunnelportal ist verdammt hoch. Da passt doch H0 mit Oberleitung rein. Beim Vorbild sind Tunnelprofile immer extrem eng bemessen, da jeder zusätzliche Zentimeter Breite oder Höhe richtig ins Geld geht.

    Du scheinst auch einen Hang zu aufwändigen Steinbrücken zu haben. Die sind beim Vorbild aber selten, da schon im 19. Jh. Brücken aus Eisen sehr viel kostengünstiger zu errichten waren. Fehlkonstruktionen a la Göltzschtalbrücke sind die Ausnahme und nur der Unerfahrenheit der Architekten geschuldet. Die meisten Bahnlinien wurden zu einem Zeitpunkt errichtet, zu dem man den Brückenbau aus Stahl beherrschte. Da viele Brücken in den letzten Wochen des Krieges gesprengt wurden, sind deren Stahlkonstruktion heute recht neu und haben nur selten aufwändige Gitterkonstruktionen. Die von dir gezeigten Spannweiten würde man heute eher mit einer simplen und vor allem billigen Stahlbalkenbrücke überwinden.

    ich wäre ja schon mit einer Kuppelstange mit Kupplungsnachbildung zufrieden. Ich habe nur eine aus Weißmetall. Die lag den ET54 bei, aber nur bei einem. Bisher nehme ich ein Stück Draht, aber das geht mal gar nicht.

    Allerdings sind auch die angegossenen Kuppelstangen an den nicht gekuppeklten Fronten nicht sonderlich vorbildnah ausgeführt, so dass auch da Abhilfe nett wäre.

    Sicherlich sind die alten ET54-Bausätze nach heutigen Maßstäben nichts tolles mehr, aber es gibt ja auch kaum anderes und wenn man sie etwas aufhübschen kann, mache ich das auch.

    Die Breite würde passen, aber der Achsstand ist 28 mm, das ist gegenüber den gebrauchten 25 mm ganz schön viel (auch wenn es kaum jemand merken wird). Anderenseits habe ich gerade einen mit 33 mm Achsstand als Notbehelf in einen ET54 eingebaut. Der hat zwar eine ordendliche Schwungmasse, aber es sieht schon etwas komisch aus.

    Der Kato 11-110 wäre sogar lieferbar und mit 27 € erstaunlich günstig.

    Ich suche für meine ET54 Antriebe. Was passt da rein? Halling Modell bietet zwar Antriebe an, aber da steht nichts zur Breite. Die im Datenblatt angegebene Breite ist falsch, was man leicht an der 16,5 mm großen Spurweite erkennt. Das Datenblatt ist offensichtlich für einen H0-Antrieb gemacht worden. Ich brauche aber Antriebe für H0e bzw. 9 mm Spurweite. Der variable Achsstand von 26 mm käme dem korrekten von 25 mm jedenfalls sehr nahe.

    Ich finde es immer wieder lustig: Gothaer mit modernen Scharfenbergkupplungen. Und ich suche passende Trichterkupplungen für meine Modelle (ET54, keine T57), dabei könnte es so einfach sein, denn Scharfenbergkupplungsnachbildungen hab ich ...

    Ohne die konkrete Örtlichkeit zu kennen: Die vier Isolatoren waren für den Strom, die jeweils zwei Isolatoren waren für Fernsprechnahverkehr. Hier ist zu beachten, dass so auch Stellwerke und Schrankenwärter erreicht werden mussten. Es gab zum Bau der Strecken noch keine automatisch vermittelten Telefonverbindungen. Die guten alten Hubdrehwähler mussten erst noch erfunden werden und Post und Bahn beschäftigten tausende Telefonistinnen, welche die Verbindungen herstellten. Das änderte sich nach 1908 erst langsam (da wurde die automatische Vermittlung serienreif) und es dauerte bis in die 1960er Jahre, bis dann endlich die kleinen Vermittlungen automatisiert wurden. In der DDR dauerte es sogar noch bis in die 1980er Jahre, allerdings war die Bahn schnelller.

    Von einem Bahnhof gingen mehrere Leitungen zum Beispiel zu den Stellwerken an den Einfahrten, aber auch zu den Streckenposten und Schränkenwärtern ab, nicht selten auch zu den Wohnungen von Mitarbeitern, die z. B. im Winter zum Weichenfreischippen auf Abruf saßen. Da lagen zu jedem separate Telefonleitungen. Es war einfacher, eine "Dame vom Amt" im Bahnhof zu haben, als mehrere unterwegs, die dann Gespräche über eine Leitung weiterschalten konnten. Bahnhöfe waren somit immer ein Zentrum eines Telefonnetzes mit lokaler Bedeutung. Heute würde man das Haussprechanlage nennen.

    Die Bahn betrieb immer ihr eigenes Telefonnetz, da sie extrem darauf angewiesen war und sonst massenhaft Telefonanschlüsse hätte bezahlen müssen.