Modul Abzweig entsteht. Folgeprojekt Brauerei.

  • Einen hab ich noch im Bau...

    Eine Fokker Dr.I - wow. Das Original kam nur von Sommer 1917 bis Frühjahr 1918 zum Einsatz und es ist kein Original erhalten geblieben. Schlimmer, sie wurden alle 1919 von den Siegermächten bzw. von den Deutschen auf deren Befehl hin zerstört.

    Beim Oberflügel wurde der Abstand zwischen den Rippen nach außen hin größer. Im Mittelteil des Oberflügels zwischen Haltepunkten ist es eine Rippe zu wenig.


    Und du solltest ein Geldstück oder ähnliches Vergleichsmaterial dazu legen, damit man erahnen kann, wie unfassbar klein das ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Harka (2. November 2025 um 22:56)

  • Au ja, viel besser. Und völlig irre.

    Sehr schön ist auch der aerodynamische Ausgleich bei den Rudern zu sehen. Das mit den Rippen ist natürlich blöd, aber nicht mehr zu ändern. Tatsächlich waren rechts und links der inneren Tragflächenhalterung eine Doppelrippe angebracht, also an jeder Seite der Tragstange und die beiden äußeren Abstände zwischen den Rippen waren größer als die anderen. Wenn die Bespannung erst mal drauf ist, merkt das niemand mehr.

    Welche Farbe soll der Vogel denn bekommen? Ich hoffe mal nicht rot (ich mag den Kerl nicht und auch nicht das JG 1).

  • Ich hätte das auch jetzt nicht bemerkt mit den Rippen.

    Völlig Verrückt ... die Löterei.


    Das Ergebnis gefällt schon mal wirklich sehr... Wahnsinn.

    Wenn sie höher fliegen soll, bitte noch einmal in Spur Z bauen.

    Frank .go.TT grüßt

  • Achtung: Bei seinen letzten Einsätzen flog Manfred von Richthofen mit einer Maschine, die weiße Räder hatte! Rote Radkappen (Radverkleidungen der Speichenräder) sind nicht belegt. Auch die Motorverkleidung war nicht rot sondern weiß oder silbrig unlackiert. Die Quellenlage dazu ist dürftig, aber eine komplett rote Maschine ist nicht belegt, auch wenn Nachbauten heute so rumfliegen und es Zeichnungen dazu gibt. Fotos davon gibt es keine.

    Die Balkenkreuze am Rumpf und auf bzw. unter den Tragflächen waren auf weißen qudratischen Feldern aufgemalt. Dies war der damalige Standard, von dem allerdings in der Truppe gerne abgewichen wurde, da es noch nicht wirklich dafür eine Norm gab. Hier hilft dann aber auch die Logik weiter. Warum sollte er die weißen Flächen unauffälliger als üblich gestalten, wenn er ohnehin auf jeden Tarnanstrich verzichtete?

    Einmal editiert, zuletzt von Harka (5. November 2025 um 21:08)

  • In Scheidnitz steht ein Nachbau und wir haben im jetzigen Hotel Red Baron , Richthofens Wohnhaus mehre Farbmuster gesehen, also äußerst schwer das genau Richtige als das 100 % Echte zu finden.

  • Das Problem ist, dass es keine Fotos gibt, die man definitiv Richthofens Fokker Dr.I zuschreiben kann. Alles sind zudem sw-Bilder, so dass auf dem Bildern nicht mal klar ist, welche Farbe die Maschine auf den Bildern hat. Taktische Ziffern gab es noch nicht (wozu auch?) und Seriennummern sind nicht erkennbar oder wurden gar nicht erst angeschrieben.

    Tatsächlich basieren alle komplett roten Farbzeichnungen nur auf Nachkriegslegenden, genau wie der Name Roter Baron. Der ist eine Erfindung der britischen Nachkriegspresse, die ihm einen Adelstitel zuordnete, den er nicht wirklich hatte. Er war ein Freiherr, aber den Status gab es bei den Briten nicht und sie taten sich mit der wörtlichen Übersetzung schwer. Freiherr von Richthofen stand standesgemäß zwischen Ritter (niederer Adel) und Graf (Reichsadel). Eine Bezeichnung als "Baron" war im deutschsprachigen Raum unüblich, im englischen Sprachraum war "Baron" hingegen ein bekannter Adelstitel.

    Es gibt Bilder von der Einheit, welche die bunten Flugzeuge zeigen, nur sind die alle sw. Was man aber sehen kann, sind die quadratischen Hoheitsabzeichen und sehr helle Motorverkleidungen. Diese wurden häufig gar nicht lackiert, da die Farbe auf den heißen Alublechen ohnehin nicht lange hielt und dann schäbig aussah. Wer schon mal versucht hat, Alu zu streichen, weis wovon ich rede. Die starke Temperaturausdehnung von Alu zerreißt den Lack schon bei normalen Aludächern (außer es ist speziell dafür entwickelte moderne Farbe wie bei den Prefa-Dächern). Wie lange wird er da über einem heißen Motor halten? Ein Rostschutz ist bei Alu auch unnötig.

    Die reduzierten Balkenkreuze sind aus der Zeit bekannt, kamen aber nur an stark getarnten Flugzeugen für einen besseren Tarnschutz zum Einsatz. Dies war beim JG 1 nicht nötig, da sie auffallen wollten.