Beiträge von Harka

    Das sieht sehr gut aus, allerdings stimmt die Lackierung nicht ganz. An den Ecken enden die Spitzen der Ecken direkt aufeinander, bei dir kommt da eine waagerechte Fläche. Nicht falsch verstehen: Wer so tolle Modelle bauen kann, bei dem darf man auch so was anmerken. Ich hingegen bin schon zufrieden, wenn bei meinen Gothaern die Zierstreifen unter den Fenstern da sitzen, wo sie sein sollten ...

    @Kohlenkuli

    Es gibt nicht nur das 80-g-Kopierpapier. Gut sortierte Schreibwaren- und Bastelläden haben auch deutlich dünneres und glänzendes Papier im Angebot.


    Der W50 sieht sehr gut aus. Das könnte ich so nicht.


    Deinem W50 mit Frontplatte fehlt nun aber das vordere Nummernschild. Typischerweise war es auf dem unteren, kleineren Lüftergitter aufgeschraubt, wenn die Frontplatte montiert wurde.

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    Sehr schön. Besonders gelungen betrachte ich die Alu-Schutzleisten und die Gummiauflagen unter den Türen. Dieses markante Detail bekommt bisher kein Hersteller hin.

    Die schwarzen Lüftergitter neben dem Kühlergrill gefallen auch. Das IFA-Zeichen geht allerdings verloren unter dem Lack. Schon mal versucht, dass mit einem Fineline-Eddingstift zu machen?

    Ein Blick in die Realität: Nach der Wende waren viele Arbeitsgemeinschaften und neu gegründeten Vereine auf sich selbst gestellt. Da wurden mitunter von einzelnen Mitgliedern in Eigeninitiative Dinge beschafft. Der DDR-Schlussverkauf lies vieles plötzlich am Markt erscheinen, was vorher unmöglich war. So wurden unter anderem auch Fahrzeuge der Betriebe verschleudert. Wer überlebte wollte, genau wie so viele DDR-Bürger, lieber gebrauchte Westautos bzw. -transporter, als jene aus DDR-Zeiten. So kamen gar viele B1000 und Robur nun für einen Appel und ein Ei in Privatbesitz. Ersatzteile gab es nun plötzlich auch reichlich quasi kostenlos, da nun alle ihre "privaten" Lagerbestände auf den Müll warfen. Ich kenne Flugsportgruppen, die so zu B1000 kamen und diese Fahrzeuge auch zum Flugzeugtransport außengelandeter Segler nutzten. Dabei erwies sich der B1000 allerdings als etwas schwachbrüstig und der hohe Benzinverbrauch tat sein übriges. Es häuften sich auch Getriebeschäden, da diese mit der Anhängerlast überfordert wurden.


    Zum Robur: Die DDR-Standardtürgriffe für alles wechselten von Alu zu Plaste. Die von dir dargestellten großen Rückspiegel der letzten Generation waren in der Tat schwarz von vorne, die Metallhalterung dafür war beim Vorbild aber häufig alu-farben, also silber. Natürlich kann die jemand auch schwarz angemalt haben.

    Zum Fixieren kann man auch Fixogum verwenden. Das ist ein Klebstoff auf Silikonbasis, der rückstandslos zu entfernen ist und der Lackierungen nicht angreift. Der ist so ähnlich wie der Kleber, mit dem Zeitschriften CDs aufkleben. Ich fixiere mit ihm auch gerne mal Ladegüter.

    Die Fahrerhäuser halten auch ohne Klebstoff sehr fest, wenn man die Sitze mit ihrer Grundplatte zwar auf dem Rahmen aufklebt, die farbigen Fahrerhäuser aber nur darauf aufsteckt. Das lässt einem auch die Option, dort mal Fahrer nachzurüsten.

    ok, meckern auf hohem Niveau: Schnapp dir einen schwarzen Eddingstift und male die Spritzschutzlappen am Kabinenende schwarz an. Die waren aus Gummi und niemals lackiert. Das Modell gewinn enorm. Das große Frontfenster erlaubt einen Blick in die Kabine. Die Sitze waren ab Werk niemals schwarz - zumindest kenne ich die nur in einem hellen braun.

    Die Türgriffe waren immer aus schwarzem Plastik - ein weiterer Fall für den Eddingstift. Der hat auch den Vorteil, dass bei Missfallen alles leicht wieder ab geht.

    Die Scheinwerfer habe ich mit Alufolie hinterklebt. Das sieht besser aus als das weiße Papierchen aus dem Bausatz.

    Und solltest du auch 21er Muliticar bauen: aus den überflüssigen Achsen eines Bausatzes ohne Hänger lassen sich prima die fehlenden Kardanantriebe der Hinterachse basteln.

    Die Firmat Hädl möchte ein Dreierset Güterwagen (1x Kassel mit Bremserhaus, 2x Oppeln mit unterschiedlichen Seitenwänden) mit Gatter und jeweils drei Kühen auflegen. Das ganze kommt (leider nur) in Epoche III.

    Artikelnummer: 115613

    Vorbestellschluss ist der 13. Mai 2024

    Ich bin erleichtert, der Kippvorgang wird nicht hydraulisch ausgelöst. Bei dir weis man das ja nie. Stammt der „Kirschkern mit den 185 Angesichtern“ im Grünen Gewölbe auch von dir? Ich benutze zum Basteln eine Lupe, du vermutlich ein Mikroskop.

    Was kommt als nächstes? Funktionierende Blattfedern? Ein zu öffnender Tankverschluss?

    Gab es nicht auch Doppelstockwagen mit innenliegender Toilette?


    Grüße Wolfgang

    Ja, die gab es. Das waren die Gliederzüge der ersten Generation vom Typ DGB12. Die waren fünfteilig und hatten auf dem Unterdeck sehr beengte Toiletten unter den Aufgängen zum Oberdeck. Die türlosen Wagen hingen auf zweiachsigen Jakobsdrehgestellen mit den Einstiegstüren. Die Gliederzüge sind an den hoch liegenden Wagenübergängen an den Enden der Gliederzüge und den neun Fenster pro Reihe zu erkennen. Die Wagen waren für den Schnellzugverkehr gedacht und hatten hervorragende Laufeigenschaften. Ihre zweiachsigen Drehgestelle hatten aber den Nachteil, dass trotz konsequenter Leichtbauweise die Achslast für Hauptstrecken von 20 Tonnen regelmäßig überschritten wurde, da die Züge häufig gut mit Reisenden und Urlaubsgepäck gefüllt waren. Für diese Züge gab es deshalb die einstöckigen Gepäckwagen mit hohen Wagenübergängen und den Speisewagen mit hohen Übergängen (alles bei Kres zu haben). Der Speisewagen enthielt zusätzlich noch einen Generator, da die zwei Lichtmaschinen des Gliederzuge regelmäßig überlastet waren. Es gab kein durchgehendes oberes Deck zwischen den Wagen des Gliederzuges.

    Die Nachfolger DGB (später DGBgqe) hatten ebenfalls 5 Wagen, wurden aber um ein Fenster auf acht gekürzt, um die Achslast zu verringern. Zusätzlich wurden die Toiletten im Unterdeck an die linke Seite verlegt (zu erkennen am weißen Fenster) und der Vorraum auf der anderen Wagenseite wurde zum Nutzlastbereich. Die linke Treppe zum Unterdeck entfiel. Die Wagen haben 32 Sitzplätze weniger als die DGB12 und sind somit leichter. Ihre Wagenübergänge an den Stirnseiten sind auf Standardhöhe. Spezielle Gepäck- oder Speisewagen waren somit überflüssig.

    Nachfolger waren die vierteiligen Doppelstockzüge DB13. Diese waren für den Nahverkehr konzipiert und hatten deshalb zu Anfang eine Sitzanordnung von 2+3 (später auf 2+2 umgebaut). Die zur Verminderung der Achslast nunmehr dreiachsigen Zwischendrehgestelle nahmen beide Wagenkästen direkt auf und enthielten die Türen in jedem Wagenkasten. Die Toiletten befanden sich nun nur noch an den Stirnseiten, wenn da nicht auch noch ein Steuerabteil verbaut war. Es gab auch zweiteilige Doppelstockzüge DB7 (z.B. über den Rennsteig), diese grundsätzlich ohne Steuerabteil. Die Modelle dazu liefert Arnold und mit Kompromissen Tillig. Die vierteiligen Einheiten konnten durch Rost Mittelwagen verlieren, die dann ausgebaut wurden und zu dreiteiligen Doppelstockzügen führten. Es gab auch den Fall, dass grüne Endwagen einen Rostocker Mittelwagen montiert hatten, also einen in blau/beige. Das ist durch Bilder belegt.

    Der Zug ist sehr hell. Ich erinnere mich da eher an schummriges Licht und kaputte Neonröhren. Der Führerstand war nie beleuchtet, wenn ich mal einen zu sehen bekommen habe.

    Trotzdem: Schöne Arbeit. Wie hast du die Trennung zwischen den Wagen realisiert? Welche Lichtplantinen wurden verbaut?

    Und: Ich würde Trennwände aus Pappe empfehlen, um das Streulicht bei den Faltenbälgen der BTTB-Wagen abzufangen.

    PS: Schon beim Kauf störte mich an den BTTB-Wagen, dass die Toilettenfenster nicht weiß waren. Ein simples Stück Papier half das zu ändern.

    1990 fuhr ich in den Westen und vermaß den LKW meines Onkels. Ein MAN als Spender war nicht zur Hand, aber die Radabstände passen auf den zehntel Millimeter:

    Die Bemalung erfolgte noch ohne Airbrush.

    Später kam der hinzu:

    und die Bemalungen noch etwas später:

    VW Passat

    aus einem tschechischen Resinbausatz folgte der Praga Aero 500


    als dann Airbrush kam, waren die ZT-Fahrerhäuser dran

    PS: Die Anhänger haben inzwischen ordentliche Räder von Hädl bekommen.