Passivbahners Autobasteleien

  • Heute mal wieder ein paar Nutzfahrzeuge. Den Anfang machen drei Unimog. Der silbern-rote in der Mitte stammt vom Shapeways-Anbieter hudin (https://www.shapeways.com/product/7MJBQ9LC9/unimog-u1300-zivil-1-120?optionId=166842585&li=marketplace). Diesen habe ich wie vorgesehen gebaut. Das Winterdienstfahrzeug basiert auf diesem Bausatz, allerdings hat er meinen Streuaufbau bekommen, dazu einen Vorsatz zum Anbringen eines Räumschilds sowie ein Sondersignal auf einer Halterung. Dazu kamen noch Decals, die ihn zu einem Fahrzeug der Stadtwerke Middelstedt machen. Der gelbe hat lange in der Bastelkiste geschlummert. Diesen Zweiweg-Unimog habe ich schon vor langer Zeit bei Shapeways erworben (https://www.shapeways.com/product/VGKGZ9SPT/1-120-unimog-1300-zweiweg-fahrgestell-typ-2?optionId=59631741&li=shops), dann mangels Erfahrung gründlich versaut, und jetzt hat er nach zwei verunglückten Airbrush-Versuchen im dritten Gang eine Lackdusche aus der Farbdose bekommen, die schwarzen Elemente wurden per Pinsel gemalt, und die Fenster aller hier gezeigten Fahrzeuge wurden mit Micro Krystal Klear gemacht. Der gelbe Unimog hat ebenfalls eine orange Rundumleuchte auf einer Halterung bekommen.


    Der erstgenannte Unimog wurde mittels Decals zu einem Fahrzeug der Spedition Fritzsche aus Middelstedt. Hier darf er einen Bauwagen ziehen. Außerdem stelle ich mal zwei Bilder des gesamten Fahrzeugbestandes der Spedition ein:


    Teil 2 mit noch mehr Fahrzeugen folgt gleich.

  • Neben dem Unimog habe ich zwei weitere Winterdienstfahrzeuge gebaut, zwei Traktoren, die als Arbeitsmaschinen keine Kennzeichen bekommen haben. Das ist zum einen ein MB trac von RailNScale, den ich als Bausatz über Modellbahn-Union bezogen habe, sowie eine weitere Altlast, ein ZT 323 von Shapeways (Anbieter weiß ich nicht mehr). Warum ich den gekauft habe, kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen, da zum einen Landwirtschaft auf meiner zukünftigen Anlage keine Rolle spielen wird und ich zum anderen in einer Kiste ein bereits in meinem Besitz befindliches Fertigmodell entdeckte. Der MB trac war bereits mit Winterdienstzubehör ausgerüstet. Der ZT bekam den Räumschild und den Streuanbau von Buschs Winterdienst-ZT300, eine Rundumleuchte aus einer Basteltüte von SES, selbstgemachte Decals der Stadtwerke sowie überzählige Decals des erwähnten Fertigmodells für die Typenbezeichnung.



    Slawek, den man besonders wegen seiner gelaserten Kartonbausätze kennt, bietet inzwischen auch Straßenfahrzeuge in TT an. (https://modelekartonowe.eu/pojazdy-c-153.html) Ich habe mir einmal den Star 244 Pritsche sowie eine Star-Feuerwehr gegönnt. Von dem Pritschenwagen hier nur der Vollständigkeit halber ein Bild, weil er mir nicht so gelungen ist, er aber auch gegenüber der Feuerwehr einige konstruktive Nachteile aufweist. So ist es hier schwieriger als bei der Feuerwehr, die Räder auf den Achsen zu befestigen, und der Pritsche sieht man deutlich die Ansatzpunkte der im Druck benötigten Stützen an. Wegschleifen wollte ich diese nicht, da dies auch die gerippte Struktur der Ladefläche beseitigt hätte. Außerdem muss sich das Fahrzeug mit einer schiefen Stoßstange herumschlagen, da mir diese während der Trockenphase des Klebstoffes verrutscht ist, was nunmehr nicht mehr korrigierbar ist. Beiden Fahrzeuge ist gemein, dass Fahrerhaus und Fahrgestell eine Einheit bilden, was ich eigentlich ablehne, da dies Schwierigkeiten beim Lackieren macht. Slawek hat aber Lackierhilfen beigegeben in Form gelaserter Maskier-Aufkleber. An sich eine gute Idee, aber die Aufkleber weisen einen zu kräftigen Klebstoff auf, der nur schwer wieder abgeht. Beiden Modellen, aber insbesondere der Feuerwehr lagen eine Fülle an Zurüstteilen bei, die ich nicht alle verarbeitet habe, da einige so filigran sind, dass sie einen Transport des Modells effektiv verhindern. Diese sind also nur etwas für Menschen, die das fertige Fahrzeug gleich in die Vitrine stellen wollen. Beides Stare haben polnische Euro-Kennzeichen bekommen, womit zumindest denkbar wäre, dass sie in Deutschland anzutreffen wären. Der LKW soll, sobald ich etwas Geeignetes gefunden habe, Gartenbau-Equipment auf die Ladefläche bekommen, womit zum einen die Mängel der Pritsche etwas verdeckt werden, zum anderen aber auch erklärbar wird, warum dieser polnische LKW auf deutschen Straßen unterwegs ist. Polnische Feuerwehren aus der Grenzregion kommen bei größeren Einsätzen, wie zum Beispiel bei den in den letzten Jahren immer wieder auftretenden Waldbränden in der Oderregion, auch nach Deutschland. So, und hier die Modelle:



    Grüße

    Jörg

  • Aus so einem F12er könnte man doch glatt den Truck von Günther Willers und aus Teilen vom Gabor Benz den MB 1632 vom Franz Meersdonk bauen

    Und nur anderthalb Jahre später habe ich das auch gemacht. Bin diverse Kompromisse eingegangen, da es mir nur auf den Gesamteindruck ankam. Die Auflieger sind natürlich falsch, aber entsprechen der Epoche und sind zumindest ähnlich. (Der vom Mercedes hat auch eine Achse zu wenig.) Der Gabor-Mercedes war ein Deutrans-Koffer, und der Gießharzwürfel der Verglasung ging nicht raus. Also habe ich rund um die Fenster vorsichtig mit dem Pinsel das Blau aufgetragen, das Ergebnis ist recht fleckig. Da ich in den uralten Videos der Serie nie die Kennzeichen der Auflieger erkennen konnte, haben diese jeweils das Kennzeichen der Zugmaschine bekommen. Verbaut habe ich, was so da war. Das Hinterteil der Mercedes-SZM ist eigentlich der MK-MAN, das Luftrohr vom Turbolader habe ich aus rundem Messingprofil, Papier und Pappe sowie einem Stück eines Auhagen-Spritzlings gebaut. Der Volvo ist von RailNScale und wurde bei Modellbahn Union gedruckt. Die Sonnenblende am Volvo ist schwarzer Karton. Die Spiegel sind von etchit. Kennzeichen, TIR-Schilder sowie das fern-schnell-gut-Schild am Mercedesund die Decals für die Volvo-Seiten habe ich selbst gemacht. Hier ein paar Bilder:


    Und so sah der Mercedes vorher aus:



    Grüße

    Jörg

  • Moin...


    Jörg, mit den kleinen "Unzulänglichkeiten", die da (noch) zu sehen sind, da kann man ganz gut leben.

    Franz würde wohl so HIER :ok::spock: reagieren, wenn er die Modelle sieht.;)


    Und... (noch), weil die wenigen Details, z.B. am Volvo, ja durchaus noch recht schnell und einfach realisierbar sind. (Dachgepäckträger an/auf der Zugmaschine z.B.).

    Das bekommst Du ja auch noch locker hin.

    Da kann man die Details mal noch schön sehen.

    Und der Auflieger für den Benz bekommt sicher auch irgend wann mal noch seine 3. Achse...;)

    Ansonsten haste da fein was zusammengeschräubelt :ok:


    Edit:

    Wegen einiger Details...

    Solchen "Kleinkram", wie z.B. die Luftleitungen(Cu-Lackdraht um eine Stecknadel gewickelt mit etwas Kabelisolierung als Stecker) und einen Auflieger mit 3 Achsen (war auch das "BudaMobil"-Modell) kann man ja z.B. so machen, wie ich es dazumal bei meinem "El Diabolo" getan hatte...



    Nur so als Anregung...


    Da ich in den uralten Videos der Serie nie die Kennzeichen der Auflieger erkennen konnte, haben diese jeweils das Kennzeichen der Zugmaschine bekommen.

    Dafür kann (zumindest für den Auflieger von Günter) eventuell das Bild HIER aus dem FORENBEITRAG weiterhelfen.

    Oder ein Blick ins "Fan Forum" zur Fernsehserie kann HIER eventuell auch "Licht ins Dunkel" bringen...

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT


    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/

  • Hi Toni,

    danke für die netten Worte und die Tipps. Den Dachgepäckträger hatte ich sowieso noch auf dem Zettel, aber ich hatte gerade nichts, was dünn genug wäre. Vielleicht kann Iore da was ätzen? Das mit den Luftleitungen probiere ich mal aus.


    Grüße

    Jörg

  • Ja, das mit den CU-Lackdrahtleitungen funzt prima. Ich hatte dazumal einfach Draht von einer alten Weichenspule um einen 0,8er Bohrer gewickelt und hernach etwas auseinander gezogen und farblich behandelt.

    Ans Ende ein Schnippsel Kabelisolierung als "Stecker" draufgeklebt und so kommt das optisch recht ansprechend rüber und man kann das "Verfahren" auch recht gut auch für andere Spiralleitungen verwenden....

    Auch z.B. für Radio- bzw. CB Funkantennen, wie man auf den vorletzten Bildern von meinem Volvo sehen kann...

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT


    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/

  • Ständig stiftet mich jemand an, erst Toni zu den "Auf Achse"-LKW, dann exiswelt zu einem Auflieger. Er meinte immer, ich soll doch mal ein paar Anbauteile machen, mit dem man aus dem Herpa-Tankauflieger einen Siloauflieger machen kann. Habe ich mir kurz angesehen und dann verworfen, da 1) das Vorbild des Herpa offenbar selbsttragend ist, die Siloauflieger, die ich kenne, aber einen stabilen Rahmen haben und 2) so lange Silos in Deutschland eher selten sind. Habe mir dann ein Vorbild bei Feldbinder gesucht und den Auflieger dann von Grund auf selbst gemacht. Zugmaschine ist der Volvo FH von etchit:


    Ich habe einige Teile beweglich ausgeführt. Der Silo kann gekippt werden, und der untere Hubzylinder ist nach unten offen, so dass man von unten ein messing-Rundprofil durchstecken kann und damit das Anheben realisieren kann. Damit wäre es theoretisch auch möglich, den LKW fest auf der Anlage zu verbauen und den Silo mit einem Servo anzuheben. Die Stützen habe ich auch ausfahrbar gemacht.


    Gestaltet habe ich ihn als Mehltransporter der Oderland-Mühlenwerke in Müllrose, meinem Heimatort.


    Und hier noch zwei Zeichnungen aus dem CAD-Programm, mit dem ich den gemacht habe.



    Grüße

    Jörg

  • Wie jakschu und Christian82 schon geschrieben hatten, hätte am Wochenende ein privates TT-Autotreffen zum Thema Volvo stattfinden sollen. Daher auch hier die Häufung an Volvos. Thomas Klug hat mir drei F88-Kabinen von Gabor geschenkt. Und die habe ich wie folgt verwurstet:


    Das Müllfahrzeug ist ein echtes Gemeinschaftsprodukt. Der Aufbau ist ein Abguss von Axi , das Fahrerhaus wie schon erwähnt von Thomas gestiftet, Fahrgestell und Räder habe ich selbst gemacht und bei Shapeways drucken lassen. Decals und Kennzeichen habe ich auch selbst gemacht, die Spiegel sind von etchit. Fenster sind bei allen dreien aus MKK.


    Teil 2 folgt

  • Der Abschleppwagen entstand nach einem konkreten Vorbild, allerdings war dieses kein Volvo, sondern ein IVECO. Die Kabine werde ich mal später machen, aber es ist nicht ganz abwegig, dass der Aufbauhersteller verschiedene Fahrgestelle benutzt hat. Bis auf das Fahrerhaus habe ich alles selbst konstruiert, die Vorderräder sind wie beim Müllwagen einschlagbar, der Baum des Abschleppwagens ist in zwei Achsen drehbar gelagert, damit man das Abschleppen simulieren kann. Ich habe möglichst viele Teile separat gemacht, um das Lackieren zu erleichtern. So sind alle Jalousien Anbauteile. Das Sondersignal ist zweiteilig ausgeführt, um orange und silbern voneinander absetzen zu können.


    Teil 3 folgt

  • Hier noch ein paar Infos zum Werdegang des Abschleppfahrzeugs. Hier das Original, wie gesagt ein IVECO, den ich 2007 fotografiert habe, als er offenbar noch im Einsatz war:


    Und hier noch ein paar Zeichnungen aus dem CAD-Programm. Hier kann man auch erkennen, wie der Bausatz angelegt wurde:



    Grüße

    Jörg

  • Hallo,


    man sieht auf dem Bild mit dem Deutrans Volvo, wie klein die Fenster vom Abschlepper mit dem

    "Flüssig Glas" wirken, obwohl es die gleiche Hütte ist,

    Sorry, für mich wieder ein Grund mehr, das Zeugs nicht anzulangen, ich kann mich damit halt nicht anfreunden.

    Ansonsten keine Schlechte Idee, leider ist der F88 als Abschlepper `ne Rarität, aber was tut man nicht alles für etwas Abwechslung, ganz so eng sehe ich das nun auch nicht.


    Gruß Ralf

    Servus aus der Oberpfalz , Ralf

  • wie klein die Fenster vom Abschlepper mit dem

    "Flüssig Glas" wirken

    Hab mir die Bilder noch einmal angesehen und bin nicht ganz sicher, ob die unterschiedliche Wirkung von der Verglasung kommt. Beim Abschlepper sind das Interieur, der Frontscheiben-Mittelsteg und die Scheibenwischer geschwärzt. Das ist beim Gabor-Fertigmodell nicht der Fall. Der dunkle Hintergrund trägt meiner Meinung nach zu dem optischen Eindruck bei, dass die Scheiben kleiner wären.



    leider ist der F88 als Abschlepper `ne Rarität

    Das stimmt. Meine Überlegung war allerdings, in welcher Form es ein F88 bis in die Epoche 5 oder 6 geschafft haben kann. Derart alte LKW im täglichen Einsatz sind meist Spezialfahrzeuge im Besitz klammer Kommunen, die einfach kein Geld für etwas Neueres haben. Und an den Standardversionen des F88 und F89 gibt es in TT dank Gabor, Stepnica und V&V keinen Mangel. Die sind allerdings im echten Leben schon lange tot oder in der Dritten Welt.


    Den Bausatz werde ich irgendwann auf Shapeways einstellen, und da kriegt man ihn entweder ohne Fahrerhaus, so dass man eine Kabine seiner Wahl draufdengeln kann oder mit der korrekten Kabine des Vorbilds, die ich aber erst noch machen muss.


    Grüße

    Jörg

  • Hallo Jörg,


    "wie klein die Fenster vom Abschlepper mit dem "Flüssig Glas" wirken"


    bei den Zwei`n, der Hellblaue von Gabor und der Orange von Stepnika, wirken die Scheiben auch nicht so klein, obwohl Scheibengummi, Scheibenwischer und Scheibenrahmen schwarz sind.

    Da das "Flüssige" keine gerade Fläche hat, wirkt es auf dem Foto warscheinlich noch mehr wie es in Wirklichkeit ist, Makro lässt grüßen


    Gruß Ralf

    Servus aus der Oberpfalz , Ralf

  • Volvos, letzter Teil. Zwei PKW sollten es auch noch werden, und so habe ich bei Shapeways vom Anbieter 3DCerebro den Volvo PV544, auch als Buckelvolvo bekannt, gekauft und außerdem einen Volvo-V70-Bausatz von adp zum Streifenwagen umgerüstet. Das Sondersignal ist zweiteilig im 3D-Druck entstanden, Decals habe ich selbst angefertigt.


    Die Polizei Middelstedt verfügt nunmehr über vier Einsatzfahrzeuge:


    Grüße

    Jörg