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  2. meyer.motzen

Beiträge von meyer.motzen

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 28. Mai 2026 um 19:36

    Hallö!

    Bevor Piko die nächste Nummer startet, heute war wohl die Präsentation der 91.3-18, will ich mich mal um die (für mich relevante) letzte Neuerscheinung kümmern:

    Die Baureihe 62 ist mit 15 ausgelieferten Loks eigentlich kein Musthave, es sei denn, man ist warum auch immer angefixt. Für mich ist die BR62 die schönste Dampflok überhaupt.

    Die Modellausführung ist in ihren Details mal wieder ein echter Knaller geworden. So viele freistehende Leitungen und angesetzte Details, ein durchbrochener Barrenrahmen, beweglicher Schmierpumpenantrieb, Sandfallrohre bis runter zum Schienenkopf..., es gibt schon was auf's Auge. Warum aber Neubauzylinder mit genietetem Wasserkasten kombiniert wurden, was es so nur bei der 015 gab, weiß allein Piko. Vielleicht erklärt sich dieses noch, z.B. mit einem Modell der 62 015...

    Und worum muß man sich nun kümmern? Nun, es gibt da einen Punkt, auf anderen Dächern haben die Spatzen bereits gepfiffen: Der Antrieb hat Schwächen. Nach meinem Eindruck sind Pikos verwendete Motoren öfter nicht die allerbesten. Bei der BR 62 hat Piko eine besonders unglückliche Konstruktion gewählt. Also nicht falsch verstehen, "Schrott" ist es definitiv nicht. Wenn man sich das hier ansieht:

    Das ist schon eine sehr pfiffige Konstruktion, die Lok lässt sich sehr gut zerlegen. Das größte Hindernis ist, den Kessel vorn zwischen den Windleitblechen herauszufädeln. Der Motor steckt im Kessel, der Getriebeturm verläuft durch den Stehkessel, 2 Zahnräder sind im oberen Motorträger angeordnet, ein Zahnrad und das Antriebsritzel im unteren Rahmenteil. Elektrische Verbindungen von unten nach oben werden über Federkontaktstifte realisiert. Im Wasserkasten liegt die Hauptplatine, mit serienmäßigem Pufferspeicher. Dazu dann die Lichtspielerchen, für Führerstand, Feuerbüchse und Fahrwerk. Im vorderen Kessel-Ballastgewicht gibt es ein Lautsprecherfach, fertig verdrahtet. Auch unter der Haube ist echt was los. Von solcher Serienausstattung konnte der TTler vor ein paar Jahren noch nur träumen. Dahingehend bin ich echt auf Pikos heutige Neupräsentation gespannt, eine Lok von ganz anderer Wichtigkeit.

    Zurück zum Problem: Piko hat hier einen Antrieb konstruiert, der zu sehr aufdringlichen Geräuschen neigt - Kreischen. Die eine Lok mehr, die andere vielleicht garnicht.

    Ich habe die Konstruktion seziert, klemmt es irgendwo, fehlt die Schmierung? Ja, teilweise fehlt die Schmierung, und richtig leichtgängig ist der Antrieb auch nicht. Aber so richtig die Lösung war das nicht. Im Nachhinein habe ich folgenden Eindruck gewonnen, daß sich der Motor besonders leicht zu Resonanzen anregen lässt. D.h. die Ankerwelle fängt an, beim Drehen in Längsrichtung zu schwingen, und das erzeugt das Kreischen (bekannt noch von den "juten alten" Rechteckmotoren). Und zum Schwingen kommte es durch die Belastung des Antriebes, z.B. ratternde Zahnräder (Grate an den Seiten), ein klemmendes Triebwerk, die Zuglast. Ob es für dieses Verhalten nur eine Ursache gibt, oder ob es eine Kombination verschiedener Umstände ist, ließe sich wohl nur durch wissenschaftliche Untersuchungen herausfinden. Oder man tauscht ein wesentliches Element der Antriebskette, den Motor, aus. Ohnehin frage ich mich, warum Piko nicht gleich die inzwischen ja wirklich nicht mehr viel teueren Glockenankermotoren verwendet, bei all dem Aufwand?

    Also ein Glockenankermotor soll es sein. Der Umbau ist eigentlich garnicht so schwierig, man sollte halt mit Ruhe und Bedacht zu Werke gehen.

    Der Originalmotor hat etwa 10mm Durchmesser, und ist oben/unten abgeflacht. Das Fach des Motorträgers lässt knapp 9mm Platz. Ich habe mir im Fachhandel einen Glockenankermotor 0816 mit ca. 13.000U/min Nenndrehzahl besorgt, dazu eine Schnecke Modul 0,4 und ein Adapterröhrchen, um von Moterwelle außen 1,0 auf Schnecke innen 1,5mm zu kommen. Das zweite Wellenende des Motors wird abgeflext (ich habe mir ein paar Motoren auf Halde gelegt, wo man nicht weiß, ob 2 Wellenenden gebraucht werden). Zum Verbinden von Motorwelle, Röhrchen und Schnecke wird Schraubensicherung (bspw. Loctite) verwendet.

    Dann werden Röhrchen und Schnecke probegelegt, und wenn alles passt wird noch einmal montiert, diesmal mit Schraubensicherung. Vorsicht, die Schraubensicherung darf auf keinen Fall ins Motorlager gelangen! Eine Schwungscheibe ginge sicher auch zu installieren, mit zweitem Wellenende. Aber im Digitalbetrieb, bei ja serienmäßig vorhandener Pufferspeicherung, ist die Schwungmasse m.M.n. unnötig. Ich fülle den Platz lieber mit Blei.

    Nach dem Abbinden der Schraubensicherung muß der Motor im Motorträger positioniert werden, möglichst passend mit der Schnecke über dem Schneckenrad.

    Ich verwende hier gerne ein Messing-U-Profil als Positionierhilfe, das Messingprofil ließe sich auch verschrauben (dadurch lösbar) - hier ging das durch die Motorträgerform nicht. Man kann aber auch eine (Kunststoff-) Platte nehmen. Und bearbeitet diesen Träger nun langsam mit der Feile, bis der Motor richtig sitzt. Die Schnecke sollte mit wenig Spiel genau über dem Schneckenrad sitzen. Hier sieht man, sperrt der obere Motorträgerhälfte noch etwas, diese muß etwas ausgefräst werden bis alles sauber passt.


    Man sollte sich für die Positionierung Zeit und Ruhe nehmen, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Auch die Schnecke braucht genug Spielraum, ich habe hier eine altbrauchbare mit 4,5mm Außendurchmesser verwendet, die etwas mehr Platz im Gehäuse braucht um keine Geräusche zumachen. Die 4mm-Schnecke aus den Programmen von Ronnie Roske und Micromotors hätte weniger Arbeit gemacht.

    Wenn alles gut passt, können Motorträger, Motorauflage und Motor verklebt werden. Als Sicherheit für das Mindestspiel zwischen Schnecke und Schneckenrad habe ich ein 0,2mm-Drähtchen (passende Ader aus einer Litze) um die Schnecke gewickelt. Verklebung mit 2K-Kleber oder auch ganz profan mit Sekundenkleber. Wenn sich nach dem Aushärten herausstellen sollte, daß es doch nicht so sauber gepasst hat, lassen sich die Verklebungen sicherlich noch einmal auseinader hebeln.

    Noch die Motorlitzen anlöten und die Lok sollte wieder fahrfähig sein. Nun ohne Geräusche, wenn es alles geklappt hat. Und mit deutlich niedrigerer Anfahrgeschwindigkeit.

    Aber der neue Motor ist kleiner und leichter als der alte. Und es bleibt viel Luft im Motorträger, wo doch jedes Triebfahrzeug ganz wesentlich von der Traktion, also dem Gewicht lebt.

    Und das Auffüllen der Luftlöcher ist nun die eigentliche Arbeit, der vordere Teil des Motorträgers geht da noch.

    Auch seitlich wird der Motor mit Blei eingekleidet, links und rechts zwei Stück 1mm-Dachdeckerblei selbstklebend.

    Den hinteren Teil des Motorträgers mit Blei zufüllen war schon recht fummelig. Mein Ehrgeiz ist es, möglichst viel Blei unterzubekommen. Der Kessel verjüngt sich innen etwas, und so muß immer wieder gefeilt, geguckt und gefummelt werden, bis der bleigefüllte Träger endlich sauber in den Kessel passt. Am Ende, mit ebenfalls bleigefülltem Lautsprecherfach, wiegt meine Lok nun 185g - ich glaube etwa 20g mehr als serienmäßig.

    Soviel zur Technik, nun noch etwas Lametta:

    (Nicht an der Loknummer stören, das war ein Irrtum.) Seht euch doch mal die Lüftungsklappen im Führerhausdach an :love:. Ich hatte ja gesagt, genietete Wasserkästen sind bäh, ab etwa 1960 bekamen alle Reichsbahnloks neue geschweißte Wasserkästen (Ausnahme ist die 015). Auch bekamen die Loks in den 60ern neue geschweißte Zylinder, baugleich mit denen der 01.5. Der Wasserkasten muß also entnietet werden. Dann fehlt dem Modell der so charakteristische dreiteilige Kohlenkastendeckel, der meist auf dem Führerhausdach "aufgerollt" lag. Und manche Lok hatte Variationen an Kohlenkastenaufsätzen, wie z.B. die 014. Entstanden sind diese Teile aus Ätzblechresten.

    So, und wie das so ist, waren es nun 2 Tage vor dem Modultreffen. Noch lackieren, Endmontage, Kleinkram. Und eine Alterung hatte ich auch versprochen.

    :frech:


    Ganz fertig geworden ist die Lok nicht, aber sie ist schon einsatzfähig. Die eine Griffstange fehlt nach wie vor, schon aus der Verpackung heraus. Alterung obenrum fehlt, wie das Lokpersonal und auch die Wasserkastenbeschriftung. Ist alles in Arbeit. Und auf dem Modultreffen in Hohen Luckow hat sie so (erstmal) in einem sehr würdigem Umfeld unauffällig ihren Dienst getan.

    Es standen etwa 5-6 Loks zur Verfügung, 3 waren ständig im Einsatz und wurden immer wieder durchgetauscht. 3 Loks sind nach dem Treffen mit Motorgeräusch nicht mehr einsatzfähig (2 weitere Loks, soweit ich weiß, sind deswegen garnicht zum Einsatz gelangt). Die Ausfallquote ist schon wahrnehmbar X/.

    Meine Lok lief über die Treffensdistanz unauffällig. Die Geschwindigkeit ist mit dem verwendeten Motor absolut ausreichend. In einer Betriebspause habe ich einen Belastungstest gemacht, mit 2 DGB57-Einheiten (Fünfteiler) mit Gepäck- und Bistrowagen (32 Achsen) war bei bei meiner Lok, wie auch bei einer serienmäßigen, keine Anstrengung wahrnehmbar (im Modulbetrieb sind großzügige Radien und kaum Steigungen üblich). Diese Zuglast sollte dem Vorbild angemessen sein, irgendwann gucke ich aber nochmal, wo die Grenze liegt.

    Zugbegegnung im Endbahnhof Randemünde, kurz vor der Kaikante.

    Ein Mitspieler hat seine DB13-Einheit mit aufgesetzten Lampen und Schlußsignalen mit Klappblenden versehen. Im Hintergund sperrt das Fährschiff seinen Schlund auf, und es erscheinen oder verschwinden teils prominete Fahrzeuge. Die 62 dagegen macht nur Vorortverkehr, hin und her, und hin und her, und hin... Dieses Treffen war echt eine gelungene Kulisse für diese Loks.

  • Auf in die Zukunft

    • meyer.motzen
    • 10. März 2026 um 22:08

    So ein Logo fällt (mir) erst auf, wenn es nicht da ist. Oder wenn über dessen Details diskutiert wird.

    Die Wirkung einer so einfachen Strichgrafik kommt nicht durch realistische Details, sondern durch einen gefühlvollen "Strich". Und vermutlich auch durch das Wissen um die Wirkung. Insofern ist dem Grafiker hier durchaus ein Wurf gelungen. Das alte Logo -danke für die Auffrischung :wall: - war in Ordnung, das neue hat schon Stil.

  • Anlagenplanung Schwarzwald Epoche IV–VI

    • meyer.motzen
    • 7. März 2026 um 16:16

    Hallo E18!

    Ich habe Mühe, deine Streckenführung nachzuvollziehen. Ich versuche es mal.

    Man fährt nach links aus dem Bahnhof in den Tunnel, kommt dann oben rechts wieder heraus, es folgt eine ziemlich enge über180°- Kurve, es geht wieder nach links mit einer offenen Kehrschleife. Richtig? Die enge 180°- Kurve gehört so groß ausgeführt, wie es überhaupt geht. Wenn nicht anders, solltest du diese Kurve verstecken. Oder vielleicht denkst du mal über eingleisige Streckenführung nach, sowas soll es doch im Schwarzwald gegeben haben. Und die offene Endkehre links (einmal um die Kirche herum) ist ebenfalls nicht sehr elegant, verstecken. Und in diesem Tunnel ließe sich doch auch ein Schattenbahnhof anbinden? (Ich habe kein Planungsprogramm)

    Und rechts aus dem Bahnhof geht es ins Loch, da sollte sich doch eine mehrgleisige Kehre anbinden lassen?

    Es ist also das Hundeknochenprinzip. Für wechselnde Zugfolgen wäre auf jeder Seite des Hundeknochen ein eigener Schattenbahnhof wünschenswert. Diese liegen im Untergrund übereinander, sozusagen auf den Ebenen 0 und 1.

    Aber wie ist die eingleisige Strecke zu verstehen/eingebunden? Warum muss die aus dem Inneren kommend rechterseits unter der zweigleisigen durchtauchen? Wenn das wegfiele, die zweigleisige rechts aus dem Bahnhof gerade rausführt, wäre für die 180°-Kurve weiter oben mehr Platz.

    Ich hoffe, mich verständlich ausgedrückt zu haben.

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 23. Januar 2026 um 16:28

    Hallo!

    Den preußischen Packwagen von Busch kennt man ja. Ich habe diesen nur umgenummert und die monströsen Schlußscheibenhalter ersetzt.

    Beim zweiten Wagen habe ich schon mehr Aufwand betrieben.

    Von Hause aus gibt's den Wagen nicht in preußisch-braun, ich habe ihn also umlackiert und beschriftet.

    Auch hier mit anderen Schlußscheibenhaltern ausgestattet (irgendein Ätzbausatz) und selbst gebastelte Griffstangen.

    Passende Reisezugwagen sind auch in Arbeit.

    Die Lok passt nun nicht mehr so gut dazu. Aber da wird sich etwas finden. ;)

  • Russische Modelle

    • meyer.motzen
    • 18. Januar 2026 um 16:25

    Hallo Vylnik, bei den Fischers im Shop gibt es (oder gab?) Die Triebdrehgestelle für Br 175 und 628 einzeln. Vielleicht passt da was? Noch Gelenkwelle, Wellenaufnahme und ein Motor dazu...

  • ISEG-Sondermodell aus 2019 Art.-Nr. 011504

    • meyer.motzen
    • 15. Januar 2026 um 08:32

    Das gehört hier ja nicht offen hin.

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 15. Januar 2026 um 08:25
    Zitat von Ostkreuz

    Es gibt schon einen Stift mit der Bezeichnung RAL8012. Ist bloß leider viel zu hell.

    Das wäre ja auch zu schön gewesen, aber gut zu wissen.

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 12. Januar 2026 um 23:43


    Hallöle!

    Ja, die T13, echt ein schönes Teil. Die Detailierung der neuen Modelle steigt und steigt. Manch einer mit Holzfällerhänden mag sich an dem "Fusselkram" stören, mich freut's. Meine beiden Loks haben die üblichen - ich nenne es mal - Erscheinungen, wie die Spalte unter den Wasserkästen (diese Seite nicht) und die verdrehte Rauchkammertür. Ja nun, ohne diese Erscheinungen ginge es auch, aber für mich ist es kein Grund, die Lökchens wieder herzugeben.

    Natürlich muß daran auch gefummelt werden. Der technische Aufbau ist der Kühn-94 sehr ähnlich. Öffnen lässt sich die Lok wie dort über 4 Schrauben an den 4 Ecken von unten, die elektrische Verbindung vom Fahrwerk zum "Hut" erfolgt auch hier über federnde Kontaktstifte.

    Für meine Zwecke kommt das Kupplungsgedöns ersatzlos raus. Das entstehende Loch wird mit Blei verschlossen.

    Da kommt dann noch Farbe drauf und die Frontansicht wird unterhalb der Pufferbohle ein ganz anderes Bild abgeben.

    Hinten kann ich auf den (wie bei Kühn) serienmäßigen Lautsprecher unter der Hauptplatine verzichten. Auch hier wird mit Blei aufgefüllt. Und unterhalb der Pufferbohle entsteht durch die fehlende Kinematik ebenfalls ein Loch.

    Bei der Kühn-94 ließen sich die Luftbehälter um 180° drehen und es ergab damit nach außen ein geschlossenes Bild. Hier musste eben aufgefüllt werden.

    Und nun...

    ... kommen die Laternen ab. Meine Epoche2-Maschine braucht natürlich Gaslaternen, ein Hofhund wird kaum als erste Lok auf moderne Technik umgerüstet worden sein. Mit etwas vorsichtiger Gewalt geben die Laternen dann auch irgendwann nach, nur die Käbelchen sind an den Klebestellen abgerissen. Die entsprechenden Fischerlaternen lassen sich so sehr einfach nachrüsten, kein Gefummel mit Lichtleitern, Vorwiderständen usw. Die alten Laternen ablöten und die neuen anlöten -> fertig.

    Irgendwann wird es eine entsprechende Modellausführung bestimmt auch fertig zukaufen geben, aber das ist ja langweilig, dann muß ich ja was anderes umbauen...

    Man muß die Laternenhalter lang genug lassen, weil der Kohlenkasten etwas vorsteht.

    Und vorne...

    ... steckt in der Rauchkammer ein Platinchen. Dieses herausgezogen kann man auch dort die neuen Laternen einfach umlöten. Wenn das bei anderen Herstellern doch auch so einfach ginge.

    Die Leitungsnachbildung neben dem Riffelblech kann dabei gleich mal entfallen. Der kleine Nupsi rechts zwischen den Gaslaternen (vermutlich Rauchkammerentwässerung?) hat beim Gefummel das Weite gesucht, da werde ich mal den Ersatzteilservice von Saxonia austesten müssen.

    Bei Gasbeleuchtung kann ja dann noch mehr entfallen. Die Lichtmaschine hat ihren Lagerbock angegossen (der Konstrukteur sei gesegnet und gepriesen!) und lässt sich mit einer scharfen Klinge gut entfernen. Das Anstellventil auf der anderen Domseite habe ich aber belassen, nur die Leitung abgekniffen. Eigentlich müsste die Gestaltung der Anstellventile konsequenterweise geändert werden, die preußischen Anstellventile waren viel kleiner, als diese hier.

    Für die kleinen Lackausbesserungen, die Lok hat ja auch ohne Gefummel schon ein paar kleine blanke Stellen, möchte ich diese Stifte von AK-Interactive empfehlen: Mit feiner Pinselspitze und wirklichem schwarz-matt. Schade, daß es keine Stifte in Ral 3002 und 8012 gibt.

    Für die Gasbeleuchtung braucht es auch einen Vorratsbehälter. Den hat ein guter Bekannter gedruckt, der müsste sich aber auch ganz gut aus 3-4mm Rundmaterial fertigen lassen.

    Den Behälter habe ich faulheitshalber mal auch mit dem Lackstift gefärbt. Naja, es sind ein paar Unsauberkeiten in der Oberfläche zu sehen, aber es ist eben auch mal eben fertig und ich muß nicht erst die Pruste... usw.

    Und vorn, unter der Pufferbohle wirkt es wie gewünscht sehr aufgeräumt. Die Lichtleitung auf der Heizerseite ließ sich einfach abziegen. Die Rauchkammertüre, die muß natürlich noch gerichtet werden.

    In meinem Fall (ich bin mal vorsichtig) ließ sich der Rauchkammerdeckel mit scharfer Klinge ganz gut abhebeln, die Verklebung war nachgiebig. Aber Klebeflecken können unterschiedlich ausfallen, also Vorsicht!

    Nun schrägt die Rauchkammertür in die andere Richtung... Ich muß mal Zielwasser besorgen ;-). Nummernschilder fehlen auch noch. Und so gibt es immer was zutun.

  • Ohne Vorbild, einfach mal loslegen

    • meyer.motzen
    • 30. Dezember 2025 um 23:02

    Hallo TT-Stephan! Wenn ich mir die Bilder so ansehe, wirken die beiden Mittelgleise sehr eng beieinander liegend. Das könnte schon bei breiteren Schienenfahrzeugen zu Schwierigkeiten führen. Und eigentlich sollte der Gleiszwischenraum in Bahnhöfen begehbar sein. Ich hoffe, da geht noch was zumachen?

    Weitermachen!

    Gruß, Thomas

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 18. Dezember 2025 um 22:25

    Advent, Advent, fünf Lichtlein... Mist, da ist was schief gelaufen. :gruebel:

    Wer kennt diesen Effekt nicht, eine BR 118 /V180 von Tillig haben wohl die allermeisten von uns im Bestand?

    Die beiden LEDs für weiß und rot liegen sehr dicht beieinander, die Lichtleiter haben gut 1mm Abstand zu den LEDs. Da strahlt die eine LED schon mal in den anderen Lichtleiter. Und man kann sehen, daß sich da schon mal jemand mit befasst hat: Es stecken Papierstreifen zwischen beiden Lichtleitern. Viel gebracht hat das nicht. Aber die Idee ist gut. Ich habe die Papierstücke einfach geschwärzt, und noch etwas herausgezogen um den Abstand zu den LEDs abzuschirmen.

    Und das Ergebnis sieht so aus:

    Ganz weg ist das Überstrahlen noch nicht. Aber gemessen am Aufwand geht es erstmal. Nun müsste man vermutlich tiefer einsteigen und austarieren, ob die Lichtleiter genau gegenüber zu den LEDs liegen. Ich habe gerade dringendere Projekte auf dem Basteltisch, vielleicht später...

    Übrigens, die BR110 / V100 von Tillig kennt dieses Phänomen auch. Dort habe ich es so gelöst:

    Um die mittlere rote LED habe ich einen Ring von einem Schrumpfschlauch geklebt, und Ruhe ist.


    Weil ich gerade dabei bin kann ich ja noch etwas zur digitalen Lichtansteuerung bei der Tillig BR118 /V180 schreiben. Gemeint sind hierbei die frühen Versionen mit 6pol-Schnittstelle NEM651.

    Mit der 6pol-Schnittstelle können nur 2 Lichtfunktionen geschaltet werden, unabhängig vom Decoder. Und damit es trotzdem erstmal schön bunt leuchtet vorn und hinten, hat Tillig einfach mal die Weiß-LED vorn mit der Rot-LED hinten fest verbunden, und umgedreht die Weiß-LED hinten mit der Rot-LED vorn. Wenn man das über den Decoder (mit 4 Funktionsausgängen) einzeln beschalten will, muß man die Leiterzüge an 2 Stellen auftrennen und manuell verkabeln.

    Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, ich habe diese gewählt:

    Man kann die Trennung der beiden Leiterzüge erkennen. Diese führen von der Schnittstelle (beide Kontakte unten) hoch und in der Lok nach rechts, die dortige Beleuchtung ist jetzt also stillgelegt (die Plusleitung wäre ein dritter Leiterzug und ist davon unberührt). Die Lötstellen sind mit dem Glasradierer bereits blank gemacht.

    Nun werden 2 Käbelchen von den Funktionsausgängen des Decoders jeneits der Trennstellen an die beiden Leiterzüge gelötet. Fertig. Jetzt muß man sich noch den Decoder nach Wunsch "mappen", damit die Lichtfunktionen so schalten, wie man sich das vorstellt.

    Die Steckschnittstelle ist mit den beiden Käbelchen natürlich hinfällig (deswegen hat man ja später auch neue Schnittstellen entwickelt - und sich andere Probleme ins Haus geholt).

    Für die BR110 / V100 von Tillig hatte ich das schon mal hier dokumentiert, auch wieder nur für ältere Modellausführungen. Ich schätze mal (ich habe die neueren Ausführungen nicht), mit Plux und Next sollte es ohne Löten gehen?

    Nun denn, ich wünsche ein schönes Adventsleuchten allseits!

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 11. Dezember 2025 um 21:42

    Hallo,

    iss schon wieder Weihnachten? Meine Güte, man fummelt, macht und tut, und kommt doch nicht vorwärts. Und zack, ist das Jahr rum. :48:

    Heute möchte ich mal die Altstoffverwertung thematisieren. In meiner Verwandtschaft gibt es einen Kellerbahner von alter Schule, mit einer Anlage, wo es ordentlich rum un' num geht. Mal ehrlich, langweilig ist das nicht. Aber gut, der Wolfgang hat mir eine seiner Lieblingsloks in die Hand gedrückt "versuch mal, ob sie wieder herzurichten ist...".

    Es geht um eine E94, eine absolute Lieblingslok von Wolfgang, kann ich verstehen. Es ist das BTTB-Modell, ich kann es trotzdem verstehen (Kindheitserinnerungen). Aber diese Lok hatte hunderte Anlagenkilometer hinter sich, man sah es ihr auch an - da war nichts mehr zumachen, ruhe sie in Frieden!

    Ich konnte mir günstig eine fast ungebrauchte BTTB-Lok besorgen (nicht bei Ebay...). Und nun wollte ich Wolfgang auch etwas an den Segnungen des technischen Fortschrittes teilhaben lassen, seine Lieblingslok halt. Das neue Modell wollte er nicht, so viel Geld usw.... Also dann los:

    Der Motorumbausatz von Ronny Roske. Mein Modell wurde vorher ordentlich getestet, die Lok muß schon gut laufen, sonst lohnt sich der Umbau nicht.

    Der Glockenankermotor viel kleiner und leichter. Und weil die Lok original schon recht leicht und kippelig ist, kann Blei nicht schaden. Das wird aber noch mehr werden. Nun geht es an die Beleuchtung, Wolfgang nimmt es nicht ganz so genau wo weißes und rotes Licht rauskommt, deshalb fällt meine Wahl auf die LED-Platinen, die es immer wieder bei Ebay gibt.

    Der Ausbruch des Lampenkörpers hängt am Lichtleiter, liegt hier nebenan, und wird dann auch wieder komplettiert. ;)

    Für den Lichtwechsel rot/weiß habe ich diese Diodenbrücke installiert.

    Soweit ist das erstmal ein ganz unspannender Umbau. Und das Dingen läuft auch deutlich besser, ja, auch etwas leiser als mit dem alten Motor, vor allem lässt sich die Geschwindigkeit nun viel geschmeidiger regeln. Die Langsamfahrt ist deutlich besser.

    Nun kam mir nebenan im Board etwas dazwischen, gefräste Fenstereinsätze von Ralf Nowak (ich glaube).

     

    Also mal ehrlich, das hebt das Projekt doch mal deutlich. Die Fenster schließen vorn bündig ab und sitzen akurat, und zwar alle. Und sie waren auch gut zu verarbeiten. Große Begeisterung, und Gruß an Ralf :hut:.

    Nun ergeben sich aber weitere Baustellen, man kann jetzt so schön in die Fenster gucken.

    Die mittlere Lok ist mein Umbaukandidat, rechts -original- gibt es keine Frontverglasung. Ich habe das Ballastgewicht bereits geschwärzt, aber so verpuffen die schönen Fenster, es braucht einen Durchblick. Hoffentlich sieht Wolfgang das auch so.

     

    Vom Ballastgewicht ist die obere Hälfte (etwa) abgesägt. Und nun habe ich aus Blechresten eine Halterung für das obere Spitzenlicht gebastelt (ja ja...). Die SMD-LED leuchtet dort in ein Röhrchen, es sollte ja keine Führerstandsbeleuchtung werden. Auf der anderen Seite habe ich -ohne Röhrchen- nur eine größere Trägerplatte für die LED verwendet, reicht auch.

    Etwas Farbe und so ein komisches Plasikpinnökel...

    Man erkennt meinen Umbaukandidaten, oder? Natürlich, die Stromabnehmer, und noch so einiges könnte man noch machen. Ich fürchte, daß solches Exterieur in Wolfgangs Händen nicht lange überleben würde. Das Licht wird Wolfgang sofort auffallen, der Lokführer und die Fenster vielleicht erst später. Ich freue mich darauf, wenn er es bemerkt ;).


    Moment, das wollte ich noch zeigen:

    Noch vor dem Fensterumbau.

  • NEM 651 Decoder mit Vorwiderstand für LED?

    • meyer.motzen
    • 7. Dezember 2025 um 18:03

    Hallo Vylnik!

    Ein Decoder mit fest verbauten Vorwiderständen wäre auch schwierig in der Praxis, insbesondere bei Decodern mit Steckschnittstelle. Denn diese Decoder sollen ja auf eine Lokplatine gesteckt werden und mit den dortigen LEDs (mit Vorwiderständen) funktionieren. Wenn die Decoder selbst auch schon Vorwiderstände mitbrächten, wäre das doppelt gemoppelt, und wohl weniger funktional.

    Ich versuche bei Loks ohne Schnittstelle gerne auch eine solche (meist 6pol-NEM651) einzubauen. Wenn es hierfür eine Ergänzungsplatine mit der Schnittstelle, mit Vorwiderständen und entsprechenden Lötpads zum LED-Anschluß gäbe, würde das wohl deinen Wünschen entgegen kommen, oder? Allerdings könnte es sein, daß diese Platine dann wieder nicht in jeder Lok Platz findet. Irgendwas ist immer.

    Um Vorwiderstände besser organisieren zukönnen, gibt es kleine Platinchen, z.B. dieses auf Ebay. Wenn du dort nach SMD-Platinen suchst, gibt es da noch einige Varianten.

    Viel Erfolg, Thomas

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 10. Mai 2025 um 17:53

    Hallo,

    heute gibt's mal eine kleine Bastelei zwischendurch. Und zwar habe ich eine Tür gewechselt.

    Wer die feinen Teile der Crottendorfer schonmal verbaut hat, wird das Problem der Befestigung kennen. Einfach drankleben? Nee, dann kommt man ja nicht mehr ran. Außerdem hält der "Klemmriegel" der originalen Rauchkammertür Kessel und Fahrwerk zusammen.

     

    Ich habe zwei 1mm-Messingdrähte in die Rauchkammertür gelötet. Man sieht es im ersten Bild, das sie durch gehen. Anschließend werden die Drähte ausgerichtet, bis die RKT gerade und bündig sitzt. Und etwas beschliffen für eine leichte Rastung.

    Bei Gelegenheit kommt Farbe drauf, und vielleicht noch ein paar Bilder.

    Ein schöne Wochenende gewünscht!

  • Vorbildfotos von Dingen mit Rädern und ohne

    • meyer.motzen
    • 20. April 2025 um 21:40

    Geile Bilder (tschuldigung ;))!

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 2. April 2025 um 20:24

    Hallo, heute eine andere Baustelle, etwas für "hintendran":

    Bei der Digitalzentrale gibt es einen Kesselwagenbausatz "Schuster & Wilhelm". Ein sehr kurzer Wagen aus der frühen Zeit.

     

    Der Bausatz ist, würde ich sagen, von mittlerer Schwierigkeit. Mit einem bißchen Übung am Lötkolben ganz gut baubar.

     

    Für den Kleinkram braucht es schon mehr Nerven und eine ruhige Minute. Und solange die Anbauteile nicht fest montiert sind (nach der Lackierung), sollte man den Wagen besser nicht so fest ansehen, es ist alles sehr empfindlich.

    Tja, und wie lackiert man nun so ein Teil? Die einen sagen so, und die anderen sagen so! Ich gehöre eher zu den anderen. :hut:Schließlich wer will denn heute noch wissen, wie das damals vor 130 Jahren war, wer hat Farbfotos? Im Übrigen ist gerade dies ein Punkt, der mich besonders an der frühen Eisenbahn reizt. Also meine Wahl:

    Zur meiner persönlichen Interpretation kommt, daß ich den Wagen einer konkreten Firma auf den Modulen zugeordnet habe, ein Bahnhof, der vielleicht mal entstehen wird. Ich sehe ihn also als Privatwagen, der konkret für eine Papierfabrik Leim transportieren soll.

       

    Der Wagen ist sehr leicht, mal sehen wie er laufen wird (wer den Wagen auch bauen will, mache sich vor dem Lack Gedanken, ob er den Kessel nicht etwas metallisch füllen will).


    So, und noch ein Hänger:

    Das ist der Melassewagen von DNA, dieser wird aber (voll langweilig) nach Herstellervorgaben decoriert werden.

     

    Auch dieser Bausatz ist mit etwas Übung schnell zusammen gebraten.

     

     

    Ein bayrischer Wagen mit weißen Radreifen (naja, es ist hellgraue Grundierung). Der Sachse oben dürfte gern auch weiße Rahmenwangen haben - naja, beim Nächsten dann.

    Übrigens hatte einer der Kessel auch einen Lackschaden und wurde mit Pinsel und klarem Mattlack ausgebessert. ;)

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 2. April 2025 um 19:28

    Ich habe die Lok extra unvorteilhaft fotografiert, weil es sonst nicht wahrnehmbar wäre. Deshalb bleibt die Lok auch so. Ich werde sie auf Treffen laufen lassen und mal sehen, ob es jemandem auffällt. Es gibt hier ja auch mitlesende Treffensteilnehmer.

    Wenn ich mit der Lok durch bin, wird es nochmal einen fotografischen Rundgang geben. Mal sehen, wie es mir gelingt, diese und andere Details nicht nur hervorzuheben, sondern auch in Relation zusetzen.

    Mut zum Makel! ;)

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 31. März 2025 um 23:41

    Hallo zusammen!

    An der Baustelle 94.20 ist es natürlich weitergegangen. Nur,wie eigentlich beabsichtigt, fertig ist die Baustelle noch nicht...

    Im "Fotolack" (Grundierung) sind die Details schön zu erkennen.

     

    Anschließend kommt Farbe drauf, erst schwarz, dann abkleben, dann rot. Und daaaann, auspacken, Klebeband abziehen:

     

    Grmpf, so war das nicht geplant. Mal sehen, was sich retten lässt.

    Erstmal geht es an die Endmontage, Motor rein und Lücken mit Blei auffüllen.

    Nach ersten Tests habe ich mich doch für einen Glockenankermotor entschieden - wenn man diesen Aufwand schon treibt, dann darf man gern auch konsequent sein.

     

    Der Glockenankermotor ist deutlich kleiner, und auch viel leichter. Das Gewicht des Bühlermotors will erstmal wieder ausgeglichen sein (eine Lok kann garnicht schwer genug sein, durch den Glockenankermotor wird sie erstmal viel leichter). Bis hierher ist mir der Gewichtsausgleich noch nicht gelungen.

     

    Man sieht, ich habe wirklich jedes Luftloch mit Blei gefüllt.

    Außerdem hat ein Kühn-Decoder mit Schnittstelle über der Schnecke Platz gefunden. Im Kohlenkasten habe ich eine Fischer-Ladeschaltung platziert. Die Lok hat zwar 5 Achsen, aber wie schon erwähnt, wenn man den Aufwand schon fährt, dann soll es daran nicht scheitern... Und hinter der Ladeschaltung eine Platine mit den Vorwiderständen für die Fischer-Gaslaternen.

    So, und nun ist da noch der Lackschaden, übrigens auf beiden Seiten. Ich habe -ganz konsequent... :irre: - den Schaden per Pinsel ausgebessert, die Beschriftung aufgebracht, und anschließend mit Klarlack-Matt aus der Sprühdose egalisiert. So jedenfalls war mein Plan.

     

    Hmm, was sagt ihr? ;)

    Aber die Baustelle ist noch nicht fertig, man sieht es.

    Erstens ist meine schöne Dampfstrahlpumpe beim Gefummel wieder abgefallen :roll:.

    Und zweitens kollidieren die hinteren Laternen mit dem Kohlenkasten, ich mußte sie erstmal entfernen. Um das zu reparieren muß ich noch Motivationskörner sammeln. Immerhin durfte die Lok zwischenzeitlich auf einem Modultreffen ihre (technische) Einsatztauglichkeit zeigen, mit Erfolg. Ich wollte sehen, ob die reduzierten Radsätze irgendwie auffällig werden - sind sie nicht. :bia:

     

    Die nächsten Projekte gedeihen auch schon...

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 29. Juli 2024 um 16:35

    Einwurf:

    Ich stelle ja immer wieder Nachteile meines frühen 94er-Modelles gegenüber späteren Ausführungen fest. Es gibt am frühen Modell auch einen großen Vorteil: Die späteren Modelle der Beckmann 94 und 95 haben im Antrieb einen Schwachpunkt, die Schneckenräder.

     

    Links die frühe Ausführung. Das weiße Zahnrad ist das Schneckenrad. Es ist nur ein Zahnrad auf der Achse, welches das Drehmoment von der Schnecke auf das weitere Getriebe überträgt. Rechts die neuere Ausführung hat zwei Zahnräder auf einer Achse. Das rote Kunststoffzahnrad greift die Schnecke ab und leitet das Drehmoment über die Achse auf das Messingzahnrad weiter weiter. Und das Kunststoffzahnrad rutscht schon mal gerne auf der Achse durch. Damit macht die Lok nur noch Geräusche, fährt aber nicht.

    Das lässt sich beheben. Das rote Zahnrad kann mit einem sehr dünnflüssigen Sekundenkleber, oder mit Schraubensicherung geklebt werden. Das habe ich schon mehrfach erfolgreich gemacht, zur Langlebigkeit kann ich noch nichts sagen. In jedem Fall muß dazu die Lok komplett zerlegt werden. Und die Zahnrad-Achse muß vorher natürlich gründlich entfettet werden. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, bevor man die Lok frustriert wegstellt und auf Ersatzteile hofft (es gibt wohl immer wieder mal welche).

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 29. Juli 2024 um 16:15

    Hallo, weiter geht's mit der 94.

    Es war oben auf einigen Fotos schon zusehen, ich habe am Dampfdom heizerseitig beide Anstellventile entfernt.

     

    Die Zuleitungen zu Speisepumpe und Hilfsbläser wurden nun bis ins Führerhaus verlängert.

    Blick auf die Front: Es wurden 2 waagrechte Griffe angebracht, Laternen entfernt. Und der eine Bahnräumer ist auf diesem Foto noch zu kurz geraten.

     

    Auf der Führerseite blieb ein Anstellventil am Dampfdom erhalten, das zweite mitsamt Lichtmaschine wurde entfernt (Gasbeleuchtung). Es sind am Kessel zwei Handläufe dazu gekommen. Und unter dem Führerhaus leuchten nun Druckluftarmaturen.


    Auf dem Kessel prangt ein Kasten, wofür auch immer. Dieser Kasten scheint auch sonst (nach Fotos) eher einmalig zusein. Und auf beiden Seiten habe ich je eine Waschluke entfernt.


     

    Den vorderen Rahmen habe ich beidseitig (wenigstens) etwas geschwächt, neuere Modelle sind dort vorbildnäher gestaltet. Und dann habe ich einen Aufstieg gebastelt, mit Griff. Die Stufen stammen von einer Dampflok-Kleinteile-Platine der Digitalzentrale, der Steg ist ein Ätzblechrest. Der Bahnräumer ist hier bereits verlängert.

     

    Für die zukünftigen Gaslaternen (von Fischer) habe ich schonmal die Aufnahmen gefräst. Die Laternenhalter sollen nur minimal aus den Pufferhülsen rausstehen. Man sieht es in den Bildern oben, oberhalb der Puffer ist nur wenig Platz.

    Und dann gibt es eigentlich nur noch ein fehlendes Detail. Unterm Führerhaus auf der Führerseite befindet sich die Bremsleitung mit Tropfbecher. Auf der Heizerseite dagegen klafft noch ein Loch. Ich konnte mir einen Messinggußbaum aus dem Bestand von Christian Kühr besorgen.

     

    Fummelterror für eine Dampfstrahlpumpe. Aber die lange Leitung ist mit 0,5 doch noch zu dick...


      

    ... und wurde gegen ein 0,3er "Rohr" ersetzt. Die Pumpe ist doch ein prägendes Teil, welches optisch fehlen würde. Bei der Gelegenheit: Die Schilderangießungen wurden verschliffen. Ich hoffe, daß das nach dem Lackieren und ohne Großlupe nicht mehr ganz so unsauber wirkt.

    Zum Schluß zeige ich euch noch die Kohlenkastendeckel. Es wird, ganz nach Vorbild, ein großer Haufen kohle geladen werden.

    Ich werde mir nun Modell und Vor-Bild nochmal in Ruhe ansehen, aber im großen und ganzen sollte es nun an Umbauten reichen und über kurz oder lang zum Lackieren gehen.

  • MMs Modellbahnabenteuer

    • meyer.motzen
    • 22. Juli 2024 um 17:50

    Hallo Frank,

    ja, genauso. Am Anfang muß man sich herantasten, wie stark man aufdrückt und wie schräg man hält. Nicht übertreiben, Hitzeentwicklung wäre nicht gut, aber ist bei mir bis dahin noch nicht aufgetreten. Es gibt die Schleifscheiben auch in unterschiedlichen Stärken (Farben). Auch die Radreifen sind nicht alle gleich, Wagenradsätze waren gerne mal deutlich schneller "runter". Durch die härteren Lokradsätze war es aber auch schwieriger, die Kanten zu verrunden. Einfach mal ein bißchen herumprobieren.

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