Kleine Basteleien und Tipps aus dem BW Herilingen (in 1:220!)

  • Hallo zusammen,


    nach meiner Vorstellung im letzten Jahr wurde ich gebeten, doch hier und da etwas von meiner Spurweite (Z = 1:220) hier zu berichten. Dieser Maßstab ist ja noch etwas "fummeliger" als TT, aber vielleicht ist auch das ein oder andere Interessante dabei, was vielleicht hilfreich sein kann. Denn aus dem Feedback zu meinen Modellbahnbüchern (die sich spurübergreifend dem Thema Modellbahn widmen) und zu deren Käuferkreis zu meiner Überraschung besonders viele TTler zählen, scheint der "kleine Bruder" (Z) ggf. noch interessante Anregungen zu geben.


    Insofern, falls das auf Euer Interesse (oder auch nicht) stoßen sollte, gebt mir hier eine kurze Rückinfo. Bei Interesse werde ich in lockerer Folge vom Fortschritt meines BW in Z berichten (hier mal ein Foto des zur Zeit "wachsenden" Ringlokschuppenbereichs:

  • Hallo,


    Ich würde mich freuen, wenn du weiter Bilder von deinem BW zeigst.

    Schaue mir gern andere BW Anlagen an, um für mein Großprojekt Anregungen zu finden.


    Gruß aus dem

    BW“Danielsbach“

  • So, da bin ich wieder, ich hatte mich in den vergangenen Tagen mit dem Lokleitungs-, Kantinen- und Dispositionsgebäude beschäftigt.


    Hier der Gleisplan meiner im Bau befindlichen Anlage, mit den Außenabmessungen von ca. 190 x 85 cm (entspricht in TT ca. 350 x 155 cm).

    Grundgedanke: Dampflok und Elektro-/Diesellok-BW im Traktionswandel, Errichtung in einer leicht hügeligen Landschaft mit Verlegung der zweigleisigen Hauptstrecke zur Umfahrung des BW und Beibehaltung eines kleinen Gewerbeparks in stadtrandnaher (fast innerstädtischer) Lage.

    Die Anlage soll möglichst kompakt und transportabel (für Ausstellungen und Messen) sein, sehr leicht (darum fast ausschließlich in Balsaholz gebaut), aber trotz der geringstmöglichen Abmessungen ein Groß-BW mit den systemrichtigen Auf- und Abrüstungsanlagen darstellen.

    Dazu gehören 5 Lokbehandlungsgleise (2x Ab-, 2 x Aufrüstung und ein multifunktionales Durchfahrtsgleis), hoch liegende Kohlebühne mit noch höher liegendem Selbstentladegleis hinter den Kohlebansen, Großbekohlung, Hunten-Bekohlung, kleine Notbekohlung mit drehbarem Kohlekran neben dem Lokschuppen, Auswasch- und Rohrblasgerüstgleise, Heizlokstandplatz und 12ständiger Lokschuppen mit Drehscheibe sowie Anbauten wie Schmiede, etc.

    Elektro-/Diesellok-BW in modernerer Bauart mit Schiebebühne, drei 2gleisigen Lokschuppen, Großtanklager, Großdieseltankstelle, trotz Höhendifferenz sowohl vom Dampflok-BW anfahrbar (für die Dieseltraktion) als auch von der Hauptstrecke.

    6gleisiger Schattenbahnhof, schön "old school" analog automatisiert gesteuert für 6 Züge auf der zweigleisigen Strecke. Im BW wird es eine automatisierte Pendelzugsteuerung für 4 Loks gleichzeitig geben (je 2 Endhaltpunkte).


    Jahreszeit: beginnender Herbst in Gewitterstimmung.

    Gestaltung: alles durch langen Gebrauch verschmutzt, verrußt, etc., ggf. teilweise verfallene Gebäude zur Unterstreichung des Traktionswandels.


    Hier ein paar Szenen des bereits fertigen Teil-BWs (Lokbehandlungsanlagen, Kohlebühne):




    Zur Überwindung der Höhendifferenzen die an eine innerstädtische Situation angepasste Rampen- und Querungsbrückenbauwerkslösung:


    Und hier zwei kleine Impressionen eine Tunnelzufahrt zum Schattenbahnhof

    und des gemütlichen Baumbankplatzes für Oma und Opa mit einem selbst gebauten Baum:


    So, das war's dann erst mal für heute.


    Da ich hier noch nicht so aktiv bin bitte ich um ein kurzes Feedback, ob die Themen/Bilder für Euch in Eurer Spurweite interessant sind :700:

  • Hallo Heribert,


    Was du hier zeigst ist auf alle Fälle interessant :gut::gut:

    Zumal in der Spur Z einer Meinung schnell Grenzen gesetzt sind. Ob, im Gegensatz zu die bin ich it TT nur ein "Grobmotoriker' :48::shock:;)

    In Wunsiedel zu Monat Ausstellung hab ich mal eine große Modulanlage in Z gesehen, mit gealtert Fahrzeugen, digitalisiert und mit Sound, der Hammer....

    Vor euch Z Bahnern hab ich Respekt, die Fummelei tu ich mir nicht an :nee:

    Bilder schau ich mir dagegen sehr gerne davon an :gut:

    :geil::geil:


    Gruß Ralf

    Servus aus der Oberpfalz , Ralf

  • DAS-BAHNBETRIEBSWERK ,

    Hallo , das BW ist ja schon faszinierend im Z - Maßstab . Aber bei den Maßen für TT von 350 cm x 155 cm bin ich ganz schön erschrocken.:frech:

    Die 350 cm hätte ich (sogar noch 10 cm mehr ) , aber die 155 cm , da müsste ich ins Zimmer fliegen ( was bei meinem Gewicht sehr anstrengend wäre ).

    Aber sehr , sehr interessant und faszinierend :gut:


    MfG Uwe

  • Hallo Uwe,


    das ist der Vorteil von Z, da kann man in Türgröße schon einiges realisieren. In H0 bräuchte man dazu schon ein ganzes Zimmer, insofern seid ihr mit TT noch nicht ganz so schlecht dran - aber ja, es ist schon gewaltig. Und die Anzahl der Teile auf der Anlage ist ja bei vergleichbarer Anlagengröße auch identisch, insofern machen die 190 x 85 bei mir auch nicht weniger Arbeit. Aber das schöne ist, ich kann alles prima und völlig entspannt (nicht gebückt über der Anlage "hängend" am "Küchentisch" vorbereiten, sogar die "Berge" :lol1:

  • In den letzten Tagen habe ich mich mit der hinteren Stützwand des Gleiseinschnitts für die Rampe zum Tiefgleis beschäftigt. Die gegenüberliegende Stützwand zum Abschluss des tiefen Geländeeinschnitts kann erst nach Gleisverlegung des Elektrolok-BW gebaut werden (die Geländehöhen liegen jetzt noch nicht 100%ig fest, müssen aber für die Absturzsicherung millimetergenau feststehen).

    Vorbildkonstruktion: Stahlbetonstützen und Betonrähm (Sturz) darauf aufliegend, etwas über Stützen überstehend, Betonabdeckung, etwas über Betonrähm überstehend, Ausfachung mit Bruchsteinmauerwerk, oben Absturzsicherung als Ziegelsteinmauerwerk mit Betonabdeckplatte. Bruchsteinmauerwerk und Ziegelsteinmauerwerk liegen auf meiner Website zum Download bereit (in Z, für andere Spurweiten skalierbar, da mit extrem hoher Auflösung herunterladbar).

    Alles wieder maximal dünn und leicht in Balsaholz gebaut, die Bruchsteinmauer habe ich auf Leinenstrukturpapier ausgedruckt (ergibt eine feine Rauigkeit und nimmt nicht so schnell die Farbe sättigend auf).

    Den Beton habe ich bewusst dunkler gehalten (denn üblicherweise ist neuer Beton beige-braun bis hell, ist aber abhängig vom Zuschlagsstoff (Kies). Ich möchte bewusst einen stärkeren Kontrast zeigen, insbesondere weil die Stützwände nur in einem ca. 2,5 cm breiten "Schlitz" liegen und daher nicht ausgeleuchtet sind und somit auch im Schatten liegend erkennbar bleiben sollen.


    Die Gestaltung entspricht wieder dem Corporate Identity des BWs, also möglichst immer die selben Baumaterialien und alles schön verschmutzt nach einem jahrelangen Betrieb ;)

    Stellprobe:


    Vor dem endgültigen Einbau kommen dann noch das Moos, kleine Wild- und Hängepflanzen auf die Stützwand.

    Falls von Interesse, kann ich eine bebilderte Bauabfolge zeigen.

    Wenn das Gleis auf dieser Rampe liegt, sind im Dampflok-BW alle Gleise verlegt, es müssen dann nur noch ein paar Gleise und die Schiebebühne im Elektrolok-BW verlegt werden und dann "steht" der Gleisplan auch auf der Anlage.

  • So, nachdem ich die Fummelei mit der Schiebebühne und 3 Geländehöhen abgeschlossen habe, bin ich endlich dazu gekommen das versprochene kleine Tutorial fertig zu stellen.

    Der Einfachheit halber habe ich es auf meiner Website zum Download eingestellt:

    https://www.bestagernet.de/html/tipps.html


    PS: Falls der Ein oder Andere Interesse an meinen E-Books hat, dem biete ich als TT-Forumsmitglied für das Bundle (2 eBooks) einen Preisnachlass von 2 Euro an, also 9,90 Euro (das darf ich, da die Buchpreisbindung hierfür zwischenzeitlich aufgehoben wurde ;) ) Bitte dann bei Bestellung den Forums-Mitgliedsnamen angeben.

    Bestellungen über den 1:220 Shop (https://www.1zu220-shop.de/) (TÖNNIES) oder über die Website (bitte Mitgliedsnamen angeben).


    Bleibt gesund in diesen kritischen Zeiten und viel Spaß und Ablenkung bei unserem tollen, aber anspruchsvollsten Hobby!

  • Nachdem die Lokleitung feststellte, dass der Dieselnachschub während des Traktionswandels per LKW zur mittlerweile gebauten Groß-Dieselloktankstelle zu aufwendig wurde und auch die mit Rohrleitungen verbundenen Bunker-Tankwagen auf dem Hoch-Abstellgleis schnell ihre Kapazitätsgrenze erreichten, entschied man sich dazu, vom Gewerbepark ein Grundstück zu erwerben und dort eine anständige Dieselbevorratung in Großtanks zu errichten. Leider alterten diese in der sehr aggressiven Luft des noch in Betrieb befindlichen Dampflok-Bw sehr schnell - und für anständige Peitschenleuchten fehlte auch noch das Geld - die werden aber bald mit moderner LED-Technik ersetzt ;)

    Und den abgebrochenen Spiegel am LKW hat der ungeübte LKW-Fahrer verursacht, der auf dem engen Grundstück nicht richtig einparken konnte (was so ein Foto doch alles offenbart :o)

  • Nabend Heribert,


    was du hier in Z zeigst ist schon :gut::gut:

    Alterungen sind schon in unserer Größe nicht so einfach, auch gehen da die Meinungen über zuviel oder zu wenig stark auseinander, in Z da das Richtige zu treffen stell ich mir ungleich schwerer vor:ok:

    Die Schiebebühne erscheint zumindest auf dem Bild etwas fleckig, nur wie groß (klein) ist die in Wirklichkeit :gruebel::shock:

    Ich jes auf alle Fälle interessiert weiter ;)


    Gruß Ralf

    Servus aus der Oberpfalz , Ralf

  • Hallo Ralf,

    die Schiebebühne ist innen ca. 17x16 cm groß. Fleckig ist gewollt (mit ganz kleiner Flockage), da einerseits häufig dort Gras wächst, dieses aber wegen Trockenheit häufig in starken Farbnuancen auftritt - und oft auch hier und da der Boden durchschimmert.

    Ich gehe häufig wie Bob Ross (beneidenswerter amerikanischer Maler, der mit breiten Pinseln tolle Landschaftsbilder zaubert) mit einem flachen Borstenpinsel in der Dry Brush Technik zu Werke, meistens relativ mutig ;)

  • hier übrigens ein Vorbild "meines" Bodens in der Schiebebühne:

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  • Hallo,


    ich arbeite da bevorzugt mit Acryl oder Ölfarben, wobei ich die Acryl Farben viel für`s Gelände und Gebäude nehme, die Ölfarben vor allem für Schienenfahrzeuge, ein großer Vorteil ist dabei für mich, die Ölfarben lassen sich leicht wieder entfernen, wenn`s mal nicht passt, der Rießen Nachteil, einen Monat nicht anfassen :wand2:

    Klar, mit Washing, lasierend oder mit der Dry Brush Technik muss man zum Schluß Akzente setzen:gut:

    Das Empfinden, ob zu viel oder zu wenig gealtert ist hier bei jeden anders, Gott sei Dank, sonst würde alles wieder uni aussehen, wichtig ist, es gefällt einen selber !!!

    Mit der Schiebebühne hast du mich überzeugt :gut::respect:;)


    Gruß Ralf

    Servus aus der Oberpfalz , Ralf