Kupplungen - Die unbekannten Wesen

  • Moin,

    inzwischen bin ich so weit das ich einige Zügen zur Probe fahren lassen kann. Dabei pasiert es immer wieder das sich die Wagons auf der Strecke abhängen. Bei näherer Kontrolle habe ich drei Kupplungsvarianten gefunden. Natürlich nicht in den Zügen gemischt!


    li - Tillig neu, mitte - war am Wagon und hat beigelegen, re - war auch am Wagon und haben bei gelegen


    Am besten funktioniert die Kupplung ganz rechts. Gibt es für die Kupplungen besseren Ersatz?

    Wann kommen kurze Kupplungen oder lange Kupplungen zum Einsatz. Warum gibt es da Unterschiede?

    Viel Grüße vom Troll!
    Der im wahren Leben Norbert gerufen wird.

  • Habe Magnetkupplung teilweise verbaut. Von Peho.

    Links aktuelle Tillig Kupplung

    Mitte Zeucke

    Rechts BTTB

    Im Ganzzug (Selbstentladewagen) habe ich die Magnetkupplung drin.

  • andere Kupplungen für dieses Stecksystem bekommst Du nicht und es gibt dafür auch keine langen und/oder kurzen Kupplungen.

    In der Mitte = alte Zeuke-Kupplung

    rechts = alte Kupplung von und für BTTB

    links = von Tillig entwickelte Kupplungen um die alten Zeuke- und BTTB-Wagen mit den neuen Kupplungen ausrüsten zu können, um die alten Wagen eben mit neuen Wagen zusammenkuppeln zu können.


    Wenn Du Kurzkupplungen haben möchtest um die Wagonabstände etwas vorbildgerechter aussehen zu lassen, musst Du diese alte Federkupplung demontieren und von Peho die Umbausätze auf Kurzkupplungskinematik und Normkupplung montieren.

    Gruß Uwe

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  • Die Hakenkupplung in der Mitte wurde in dieser Bauform mit Schlitzaufnahme von Zeuke im Zeitraum 1966 -1979 verbaut. Bis 1966 waren die Hakenkupplungen unter dem Fahrzeug durchgängig und verlötet, an der Pufferbohle/ Drehgestell vernietet oder an der Pufferbohle mit untergeklemmt. Demzufolge nicht unbedingt zerstörungsfrei austauschbar. Deshalb wurde dann ab 1966 die Schlitzaufnahme für einfachere Tauschmöglichkeit eingeführt.

    Ab dem IV. Quartal 1979 wurde dann die Bügelkupplung rechts verwendet. Bei den Bügelkupplungen gab es welche mit langem und kurzem Schaft. Die langen wurden bei den Start-Fahrzeugen (ähnlich BR 120 und CC 7139) sowie den 4-achsigen Wagen verwendet. Teilweise nutzen aktuelle Hersteller diese Kupplung (u.a. PIKO) heute noch.

    Die neue Fallhakenkupplung links wurde von Tillig ab 2006 unter's Volk gebracht.

    Ab und an finden sich für feste Zugverbände (Reise- und Ganzzüge aus Güterwagen) dann auch mal solche Teile.

  • Hallo Troll, eine weitere Kupplung welche auf der aktuellen Tillig Kupplung basiert, jedoch verbessert wurde ist die von Kühn.

    Das Problem der Tillig Kupplung ist das diese sich ab und zu mal, besonders wenn es in Steigungen hinein geht lösen. Kühn hat dieses Problem mit einer Überarbeitung gelöst ,ich verwende diese Kupplung bei Fahrzeugen welche bergauf und bergab fahren um zugtrenungen zu vermeiden.

    Auch Arnold verwendet diese Kupplung. Zum Vergleich ein paar Bilder.

    Bild1.Kühn Kupplung an Arnold Waggon.

    Bild 2.TILLIG Schlitz Kupplung an BTTB Waggon.

    Bild3.Links auf Peho KKK umgerüstet BTTB Waggon mit Tillig Kupplung rechts Arnold mit Kühn Kupplung.


    Da ich eh gerade dabei bin einige Waggons auf Peho KKK umzurüsten, hier gleich für die interessierten ein Bericht über den Umbau.

    So sieht es mit dem BTTB Schlitz Aufnahme aus .

    Im letzten Bild sieht man die Peho KKK.

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  • Da ich den Waggon eh in den Fingern habe kommen gleich noch Messingbuchsen mit rein .

    Metall Räder von Mod Müller sind schon vorhanden.

    Die zu sehenden Bohrer für die Messingbuchsen von Peho sind ein unerlässliches Hilfsmittel, damit bohrt man die ackslager aus damit die Messingbuchsen Problemlos eingefügten werden können .


    Als nächstes wird zum einbau der KKK der alte Kupplungschacht und die Feder entfernt, dazu brauchts es Geduld und eine ruhige Hand neben Mini seidenschneider und skalpell. Auch eine Feile sollte griffbereit liegen .im Bild zu sehen was entfernt werden muss der Rest kann bleiben damit die KKK nicht zu weit nach Oben Gerät und sich später im Betrieb ob des dann wohlmöglich zu langen stabes länngt.

    Zum Vergleich ein paar Bilder wie das mit dem Länngen gemeint ist.

    Idealer Weise verbaut man die KKK so wie auf dem oberen Bild indem man wie erwähnt möglich viel "Fleisch" am wagenboden lässt und nich alles Plan feilt, andernfalls mus wie auf dem unteren Bild der Kupplungschacht weit nach unten gelegt werden was im schlimmsten Fall denn Zug im fahrbetrieb " Länngt "

    Ich hoffe Mann versteht was ich meine :denk::700:

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  • So sieht der wagenboden mit der eingebauten KKK aus

    Nun kann man sich eine Kupplung welche in den Normschacht passt aussuchen und einstecken .dann wird noch die Höhe des Schacht justiert, dazu gibt es ebenfalls bei Peho eine Lehre oder Mann richtet es an einem bereits vorhandenen Waggon mit KKK aus .

    Mit dieser bastelei verleiht Mann denn älteren BTTB und zum Teil Tillig Waggons vernünftige laufeigenschaften und vorbildlich gekuppelte Züge.

    Auch auf der HP von Peho gibt es hilfreiche Tipps zum Umbau und jede Menge Artikel zum aufwerten alter Schätze. :hut:


    Die Kuehn Kupplung gibt es aber nicht mit der Schlitzaufnahme. Nur die für die Normschachtaufnahme.

    Das ist richtig ,deshalb hab ich hier gleich denn Umbau auf die Peho KKK beschrieben .damit steht der Verwendung der Kühn Kupplung nichts mehr im Wege. :hut:


    So und am Ende schaut das dann so aus


    Im Vergleich zum ersten Bild gleich ein anderer Anblick .

    Nun viel Spaß beim nachmachen und gutes gelingen. :hut:

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  • Da kann ich Torsten nur recht geben .die beschriebenen Maßnahmen wirken Wunder und es ist eigentlich auch gar nicht so schwierig wie es aussieht. Einfach mal probieren.

    Und der finanzielle Aufwand hält sich durchaus in Grenzen, also schau mal bei Peho auf die HP .

    :gut:;):hut: