Wechselnder Pendlzug

  • Hallo Fan´s, ich betreibe eine vollautomatische TT Anlage. Die Züge fahren digital, die Steuerung des Blocksystems erfolgt aber analog.
    Ich habe habe ein Problem mit meinen 2 Pendelzügen auf separaten Gleis. Sie sollen wechselweise fahren. Jeder Zug startet auf einem eigenen Bahnsteiggleis, dass dann in ein gemeinsames Gleis mündet. Die Hinfahrt von Zug 1 ist o.k. Die automatische Umschaltung auf die Rückfahrt erledigt der Lokdecoder nach programmierter Standzeit. Nun kommt das Problem. Bei Wiederankunft des Zuges am Ausgangsbahnsteig und nach Anhalt soll der zweite Pendelzug automatisch starten und der 1. Zug stehenbleiben. Solange bis Zug 2 wieder zurück kommt und den Zug 1 wieder auf Fahrt schickt. Ich knobele seit Monaten an einer Schaltung - mir fällt keine Lösung ein. Der Einsatz von Riedkontakten mit Relais zur Steuerung funktioniert nicht, das jeder Zug 2x bei Abfahrt und bei Ankunft drüber fährt.
    Hat jemand eine Lösung für mich. Kann auch elektronisch sein. Ich kann eine Schaltung nach Plan bauen.
    Im Voraus danke für eure funktionierenden Tips.

  • Hi Peter,

    schau doch mal bei tams elektronik rein. Dort gibt es die PZS 2 und PZS 3. Beschreibeung mit Prinzipskizze ist bei. Vieleicht ist es ja das was Du suchst.
    :hier: http://www.tams-online.de
    Ich würde es folgendermaßen gestalten: eine Strecke mit 2 Bahnhöfen und einem Ausweichgleis auf der Strecke. Von beiden Bhf. fahren die Züge los und treffen sich an der Ausweichstelle. Nach der Durchfahrt Zug A fährt Zug B weiter. Vieleicht ist das weniger kompliziert machbar. :700:

    Gruß Lutz

  • Hallo

    Das mit den Reedkontakten und einem Relais geht schon, nur etwas anders als direkt angesteuert.

    Parallel zur Weiche wird ein bistabiles Relais geschalten, was gleichzeitig mit der Weiche von den Reedkontakten, die jeweils ziemlich am Ende des einzufahrenden Gleises liegen, geschalten wird.(auf dem jeweiligen Reedkontakt sollte dann nur nicht gerade ein Magnet drüber stehen bleiben)
    Vor diesem Reedkontakt, also am Anfang des haltegleises, da muss noch zusätzlich ein 2. Reedkontakt parallel zum Kontakt am Ende des 2. Gleises geschalten werden, damit beim Zurückkommen auch noch/wieder das richitge Gleis geschalten bleibt, wenn der Zug beim ausfahren den ersten Kontakt am Ende des Haltegleises noch einmal auslöst
    Das Relais schaltet dann, parallel zur Weiche, deinen betreffenden anderen Gleisabschnitt gleich mit auf die Fahrspannung um.
    Nur muss eben die Schaltwirkung der Reedkontakte etwas verzögert werden, bis der Zug auch wirklich mit allen Rädern über die Weiche gefahren und zum stehen gekommen ist.
    Da kann man z.B. in die Auslöseleitungen der Reedkontakte einen Timer einschleifen, der das verzögert.
    In jeder der beiden Leitungen der Reedkontakte kann da z.B. so ein Impulsverzögerer verbaut werden.
    So kann der andere Zug nach Ablauf der Verzögerung am Timer und der des Anfahrverzögerung bzw. Haltezeit vom Decoder wieder in die andere Richtung aufbrechen.
    Sollte eigentlich funktionieren und wenn die Haltegleise lang genug sind, also die beiden Reedkontakte auf den betreffenden Gleisen weit genug auseinander, dann kann eventuell auch die Verzögerungsschaltung entfallen, da die Weiche, wenn sie beim ausfahren doch schon umgeschalten haben sollte, ja auch aufgeschnitten befahren werden könnte (so es da bei digitalfahren keinen Kurzschluss geben sollte).
    Hoffe mal, das ist auch ohne Schaltplan einigermaßen verständlich...
    Ich bastel heute Abend mal ne Schaltskizze, hab gerade nicht die rechte Zeit dazu...

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT

    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/

  • Ich hätte da auch was in dieser Richtung anzubieten: KLICK
    Ist zwar analog, aber wenn eh die digitale Fahrspannung abgeschaltet werden soll, ist es genauso. Unter Verwendung des Baustein 2025 könnte es sogar digital (mit anfahren und bremsen, Funktionen und Licht bleibt an, da Digitalstrom weiterhin anliegt) gelöst werden. Kann als Pendelzug oder auch für eine Rundumanlage mit Zugwechsel genutzt werden.
    PS: Reed oder ähnliches nicht notwendig, auch keine Verzögerungen :no:

  • Hallo zusammen,
    vielen Dank für eure Tips zu meinem Wendezugproblem.
    Ich werde sie nacheinander ausprobieren.
    Meine Bitte an Toni - über die Schaltskizze würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.
    Wenn der "Fall" erfolgreich gelöst ist melde ich mich wieder mit dem Ergebnis.
    Danke nochmal - Peter

  • Ähm... ich hatte wohl etwas schnell geschossen, denn ich habe das hier nicht bedacht...

    Zitat von digimoba

    Unter Verwendung des Baustein 2025 könnte es sogar digital (mit anfahren und bremsen, Funktionen und Licht bleibt an, da Digitalstrom weiterhin anliegt) gelöst werden.


    Wenn es nicht stört, dass da der Digitalstrom beim umschalten mit gekappt wird, dann geht es ja, aber ...
    Da wird wohl die von "digimoba" angesprochene Lösung besser sein, denke ich mal, weil bei meiner "Schnelllösung" der Digitalstrom auf dem Gleis, wo der Zug im 2 gleisigen Bahnhof halten soll, mit abgeschaltet wird, wenn der Schaltvorgang durch die Reedkontakte auf das jeweilige andere Gleis umschaltet.
    Und da wäre alles finster, weil ja keine Spannung mehr am Gleis anliegt.
    Andernfalls, wenn die "Haltezeitlösung", wie sie für den einzelnen Gleishaltepunkt auf der anderen Seite der Strecke mittels Decoderprogrammierung gelöst ist,...

    Zitat von Peter

    Die automatische Umschaltung auf die Rückfahrt erledigt der Lokdecoder nach programmierter Standzeit.


    .... auch funktionieren würde, wenn die Digitalspannung mal kurz weg wäre, dann geht auch die ganz einfache Lösung.
    Wenn das geht, dass der Decoder nach der Spannungsunterbrechung dann wieder das erwartete Programm abspult, dann würde es gehen, dass der im 2 gleisigen Bahnhof einfahrende Zug mittels Reedkontakt gleichzeitig die Weiche umschaltet und mit dem zur Weiche parallel geschaltetem bistabilen Relais auch gleich den Fahrstrom auf dem betreffenden "Einfahrgleis" ab- und am "Abfahrtsgleis" zuschaltet.
    Wäre wohl die einfachste und mit ca. 5-10 Euro (je nach Relais- und Reedkontaktpreisen) preiswerteste Lösung, für die es auch nicht unbedingt einen Schaltplan braucht.
    Das bekommst Du auch so hin, denke ich..
    Also, probiere doch mal, ob deine Decoder das programmierte "Anhalte-/Umschalt-/wieder Losfahrprogramm" auch wieder ordentlich ausführen, wenn zuvor die Digitalspannung weg war.
    Wenn ja, dann geht das auf die ganz einfache Art mit bistabilem Relais und Reedkontakten zu bewerkstelligen.

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT

    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/

  • Hallo Toni, mit dem Decoder gibt es nach Ab- und Zuschalten des Digitalstroms kein Problem. Vielleicht kannst du mir bitte doch mal die Schaltskizze senden. Mit zwei Kontakten und einem bistabilen Relais habe ich es schon probiert. Das Problem ist, wenn der Zug 1 sich nach Überfahrt über den Riedkontakt abschaltet und den Zug 2 freischaltet fährt dieser ja auf seinem Gleis wieder über seinen Riedkontakt und schaltet Zug 1 wieder frei und sich erneut ab. Deshalb interessiert mich deine Lösung mit 4 Riedkontakten für beide Züge und dabei vor allem die Platzierung der Kontakte und die Einbindung der Verzögerungsbausteine von tams.
    Vielen Dank im Voraus.
    Gruß Peter

  • Dazu brauche ich aber noch eine Info.
    Wie löst Du das "Anhalte- Umschalte- Wiederlosfahrprozedere" am Decoder der Lok aus, wenn er in das betreffende Gleis (z.B. das einzelne am anderen Ende der Strecke) einfährt?
    Denn selbiges Prozedere wird ja der Zug auch in dem betreffenden der beiden Gleise im Bahnhof machen, denke ich mal...
    Also wie bzw. durch was ausgelöst, bremst er ab, hält an und fährt dann wieder entgegengesetzt los? (wird ja laut deinen Angaben ja durch den Decoder gemacht)
    Denn der Decoder muss ja irgendwie die Info bekommen, genau das "Programm" in dem Moment abzuspulen...
    Gegebenenfalls habe ich da noch eine Idee, das noch etwas einfacher zu machen und das betreffende Gleis im 2 Gleisbahnhof nicht nur abzuschalten, sondern gegebenenfalls sogar einfach nur ans Streckenteil um, so dass im Prinzip am Ende nur eine eingleisige Pendelstrecke dargestellt wird und das dann alles vom Decoder des betreffenden Zuges gelöst werden könnte und der ganze Schaltungskram eventuell wesentlich einfacher ausfallen kann.
    Denn wenn Du schreibst, die Decoder stört es nicht, wenn mal für die Haltezeit des betreffenden Zuges der Saft weg ist, so dass sie bei wiederzuschalten dann das Programm weiter ohne Problem abspulen, dann brauchts ja nur über die "Gleiswahl" den Zug zu wechseln und der fährt dann von selbst nach entsprechender Haltezeit wieder in die andere Richtung los.

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT

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  • Hallo Toni,
    das Anhalte-, Umschalte- und Wiederanfahrprozedere wird vom Decoder automatisch über die ABC- und die Pendelzugfuktion gesteuert.
    Diese Vorgänge sind im Decoder frei programierbar und funktionieren auch wenn der Saft ab- und zugeschaltet wird. Im Moment schalte ich von Hand über ein bistabiles Relais bei Zugankunft und Stillstand das Gleis 1 ab und Gleis 2 zu. Dann hat der Zug auch den Reedkontakt ausreichend weit überfahren. Das damit die Zugbeleuchtung ausgeht muß ich akzeptieren.
    Wenn ich Zug 1 nicht umschalte fährt der nach Ablauf der programmierten Standzeit automatisch lagsam wieder los.
    Für das verwendete ABC- System war es nötig, den rechten Gleisstrang an den Einfahrtsgleisen 1 und 2 nach der Weiche zu trennen und über ein Diodenmodul zu wieder verbinden. Diese Trennung müßte erhalten bleiben, weil sie den Brems-und Anfahr- und Wendevorgang im Decoder auslöst.
    Ein Problem gibt es noch: Schalte ich den Saft an einem Einfahrtsgleis über einen Reedkontakt ab, bleibt der Zug sofort stehen, steht damit mit seinem Magnet über dem Reedkontakt und blockiert das Relais für eine weitere Schaltung.
    Ich hoffe, du kannst mit meinen Angaben etwas anfangen.
    Gruß Peter

  • Ja, das hab ich "gefressen", wie das funktioniert.
    Das würde ja sogar mit nur einem Relais und den Reedkontakten gehen, wo Du quasi durch das Relais zum schalten ersetzt wirst.
    Und das mit dem schlagartigem umschalten und damit verbundenem stehenbleiben, das soll der Timer bzw. Schaltimpulsverzögerer verhindern.
    So lange z.B., bis der Zug auch richtig zum stehen gekommen ist.
    Ich wollte eigentlich die ganze Sache preislich so minimalistisch, wie möglich machen, aber da bleibt eben das Licht aus, was ja auch irgendwie doof ausschaut.
    Wäre schon besser, wenn man das umgehen könnte.
    Fragen wir mal so, was dürfte es denn am Ende preislich ausmachen, denn das Budget ist ja meist auch sooo üppig nicht und man muss ja nicht unbedingt mit Kanonen auf Spatzen schießen :05: (wo ja sicher die Variante von "digimoba" reinfallen würde, denn das wird sicher auch nicht unbedingt preiswert sein, das Modul)
    Das schöne an der ABC Lösung ist, dass sie ganz einfach und praktisch ist, aber das dumme daran eben, dass sie eben nur funktioniert (wenn das Licht anbleiben soll), wenn das Gleis mit den Dioden eben nicht von der Fahrspannung getrennt wird, was ja durch das umschalten erfolgen würde.
    Aber sagen wir mal so, wenn es dich nicht stört, dass mit dem Licht, dann klappt das mit meiner Lösung und ich muss wohl mal das Zeichenprogramm vom Rechner anschmeißen und was zurechtkritzeln.
    :gruebel: Wobei, eine als Bild abfotografierte Handskizze wird wohl schneller gehen, da ich für das zeichnen mit dem Programm viiiel länger brauchen würde :lol1:

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT

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