Hallo!
Auch auf die Gefahr hin, dass ich meine Vorredner wiederhole. Standardgleis und Schattenbahnhof würde ich nicht machen. Das ist in meinen Augen an der falschen Stelle gespart. Hab 1989 auch mit Standardgleis angefangen.
Mögen die Geraden dafür möglicherweise funktionieren, so wirst Du mit den Weichen keine langfristige Freude haben.
Das Kunststoffmaterial insbesondere das aus DDR-Zeiten wird nach Jahren total spröde (Weichmacher weg) und zerbröselt irgendwann fast von selber. Die Korrosion der nur beschichteten Bleche ist, einmal angefangen, auch ein permantener Störungsgrund.
Die Weichen sind sehr eng und die Zungen sowie das Herzstück nur auf die alten Fahrzeuge ausgelegt. D.h. jedes Fahrzeug mit neuen niedrigereren Spurkränzen sinkt dir im Herzstück ein. Führt zum Verschleiß und birgt auch die Gefahr einer Entgleisung. Stromabnahme ist dann auch nicht mehr sicher gegeben. Ohnehin schneiden neuere Fahrzeuge die Weichen im abzweigenden Strang gerne auf oder entgleisen. Sichere Kanidaten sind nahezu alle neuen Dampfloks, sowie viele Fahrzeuge mit langem Achsstand. Wenn der Antrieb innen im Bogen liegt, bleiben etliche Fahrzeuge (u.a. Doppelstockwagen) auch daran hängen. Neukonstruktionen nehmen schon seit einigen Jahren auf das Standardgleis keine Rücksicht mehr. Und sollte gerade im verdeckten Bereich ja alles sehr zuverlässig laufen - zumal Änderungen dort noch schwerer möglich sind.
Denkbar wäre, dass man die alten Antrieb weiter nutzt. ggf. mit dem Unterflurumrüstsatz. Andererseits kosten auch neue Antriebe nicht die Welt, bpsw. Conrad/Hoffmann.
Wenn alte Fahrzeuge auf den neuen Weichen nicht fahren, so stimmt idR der Abstand der Radscheiben nicht. Die Radscheiben kann man aber mit etwas geschick durch Verdrehen auf das gewünschte Maß bringen. Entweder probieren oder die Norm fragen: http://www.morop.eu/de/normes/nem310_d.pdf
Vielleicht konnte ich doch dazu anregen, die Entscheidung nochmal zu überdenken.
Grüße
Daniel