Was muss ein Lokdekoder alles können?

  • Also, ich habe nun gesehen, das viele Leute auch viele Wünsche haben.
    Was muss ein Lokdekoder aber können?

    Bremsen bei asymetrischem DCC-Signal
    Railcom
    1,2A Output
    Sensoreingang für Hallgeber (Drehzahl)
    2 Funktionsausgänge
    Alle möglichen Brems/Bescheunigung/Kickstartkurven

    max. 9x15mm

    Was braucht man sonst noch?

    Einmal editiert, zuletzt von Tren_en_TT (19. Februar 2014 um 12:55)

  • Na er muss sich auch "dünn machen" können.:05:
    Deine auf den Bildern gezeigten haben ja (noch) eine recht dicke Leiterplatte drunter, da geht ja sicher noch was an Dickenverlust oder? Wie dick sind die eigentlich?
    An der Packungsdichte ließe sich doch eventuell auch ncoh etwas optimieren, denk ich mal...
    Ein Ausgang zum eventuellem Anschluss von einem Servo könnte man ja auch noch mal ins Auge fassen...

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT

    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/

  • Zuwas braucht man an einem Lokdecoder einen Servo?

    Klar mann man da noch was :)

    Ich kann auch Flexleiterplatten, oder 6-Lagen. Und das in 0,5mm dicke, anstelle 1,55mm

    Aber sorry, ich kann zwar Elektronik in allen Richtngen, aber es gibt halt 2 Dinge...
    1. Größe
    2. Funktionen

    Beiden ist widersprüchlich.

    Also - jeder Lötpunkt braucht 1x1mm - besser 1,5x1,5mm

    Wenn ich 20 Ausgänge habe, bleibt kein Platz für die Elektronik.

    Eierlegende Wollmilchsau geht nicht, leider.

    Aber, Railcom, SUSi (700mA), 4 Funktionsausgänge und halt den ganzen Softwarekram, das geht...
    Ich will aber das Ding in die Loks bekommen. Ich habe mehr Rangier- und kleine Dampfloks als doppelmotorige D-Zug Loks...

  • Zitat von Tren_en_TT

    Zuwas braucht man an einem Lokdecoder einen Servo?...


    Ja, z.B. zum bewegen eines Stromabnehmers von Eloks ... oder die Winkbewegung des Rangierpersonals auf den Trittbrettern.
    Du würdest womöglich nicht mal im Traum dran denken, was da einigen Leuten so alles einfällt :05:

    Zitat von Tren_en_TT

    Ich kann auch Flexleiterplatten, oder 6-Lagen. Und das in 0,5mm dicke, anstelle 1,55mm...


    Na 1mm geht doch schon, das ist dünn genug, die Flex zerknüllt man womöglich, wenn man beim Einbau nicht aufpasst :05:
    Es schaute womöglich nur auf den Bildern so dick aus. Ich dachte, das ist schon fast 2mm dick, so wie die ganz billigen Bastelleiterplatten z.T. oder das Geraffel in div. Elektronikspielzeugen, das ist doch auch immer so dick...

    Zitat von Tren_en_TT

    Also - jeder Lötpunkt braucht 1x1mm - besser 1,5x1,5mm... Wenn ich 20 Ausgänge habe, bleibt kein Platz für die Elektronik.


    Schon klar, die Platinen schauen doch aber sooo voll noch gar nicht aus, daher die Frage.

    Zitat von Tren_en_TT


    Eierlegende Wollmilchsau geht nicht, leider.


    Ach, echt nicht? :lol1: Schade :05:
    Aber ist es nicht möglich, die jeweiligen Ausgänge nach Bedarf zu programmieren, also nicht über das Funktionsmappig usw. sondern die Funktion selber?
    Bei den Mikromodellbauern machen die das mit den Tinys auch, dort werden nach Bedarf ein Motorregler, eine Blinkschaltung, irgendwelche Akustiksachen oder einfach nur Schaltbausteine programmiert.
    Die Tinys sind ja erst mal total doof, bis man ihnen sagt/programmiert, was sie machen sollen :05:
    Von daher auch die Frage...
    Weiß ja nicht, was Du auf den Decodern verbaut hast und habe ein keinen Plan von :05: , was das an zusätzlicher Arbeit bedeutet.
    Bin einfach nur begeistert, was so ein kleines Dingens so leisten kann, wenn es entsprechend programmiert wurde.

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT

    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/

  • Zitat von Toni

    Bei den Mikromodellbauern machen die das mit den Tinys auch, dort werden nach Bedarf ein Motorregler, eine Blinkschaltung, irgendwelche Akustiksachen oder einfach nur Schaltbausteine programmiert.
    Die Tinys sind ja erst mal total doof, bis man ihnen sagt/programmiert, was sie machen sollen :05:
    Von daher auch die Frage...
    Weiß ja nicht, was Du auf den Decodern verbaut hast und habe ein keinen Plan von :05: , was das an zusätzlicher Arbeit bedeutet.
    Bin einfach nur begeistert, was so ein kleines Dingens so leisten kann, wenn es entsprechend programmiert wurde.

    Ok - zur Erklärung: Ein Tiny kann maximal 20mA Strom an einem Pin liefern. Wenn das reicht, und man sich bewußt ist, was man macht, kann man dessen Funktion einfach programmieren und ok... Man kann auch 2 oder 3 Pins parallel schalten, dann erhöht sich der Strom.

    Aber wehe einer schließt was kurz oder gibt Spannung drauf - dann wars das :)

    Einen Motortreiber mit 1,2A Dauerstrom, PWM von 26Hz-32kHz und kurzschlussfest, das ist schon was anderes.
    Funktionen, wie ABC-Bremsen und Railcom brauchen auch Platz, weil es Hardware ist.
    Klar, Anschlüsse frei zu lassen, und zu sagen: Digitalausgang oder SUSI, kein Problem. Nur gibt es Leute die wollen alles zur gleichen Zeit. Also 9 Ausgänge, SUSI, Motor... und alles Kurzschlussfest... :)
    Also, wenn ich kurzschlussfeste Ausgänge einbau, dann sind die nicht mehr umkonfigurierbar.

  • Ja und womöglich soll es auch gar nicht viel kosten :05:
    Die Eier legende Wollmilchsau, so sie denn überhaupt machbar ist, die kostet nun mal etwas mehr, das muss man dann schon investieren.
    Das schlimmere Übel daran ist aber, dass wenn dann so ein Wunderwerk erst einmal da ist, dann heißt es... och nööö, das ist mir zu teuer... oder warum denn so viel, braucht man das denn wirklich? ...das wäre doch ohne dies und das viel günstiger... :05:
    Letztendlich kann man es dann doch niemanden so richtig rechtmachen...

    NeTTe Grüße vom Toni
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  • Hallo Tren_en_TT,

    für mich ist es wichtig das ein Lokdecoder möglichst viele Funktionsausgänge unterstützt, da ich sehr gerne noch zusätzliches Licht in die Lokomotiven einbaue. Z.B. Führerstandsbeleuchtung, Schlusslicht, Motorraumbeleuchtung usw.
    Deshalb sollte ein Decoder folgendes bieten:
    - gutes Fahrverhalten
    - in Summe gerne 6 Funktionsausgänge, davon dürfen auch 4 Logikpegel dabei sein
    - Softwarefunktionen wie Richtungsabhängiges schalten, Leuchtstoffröhrensimulation, Blinken ....
    - Optional: Anschlussmöglichkeit für einen Pufferkondensator

    Oder nur 2 Funktionen unterstützen dann aber ganz klein bauen, so das ein zweiter Decoder in die Lok passt.

    Was würde denn so ein Selbstbaudecoder von dir ungefähr kosten? 5€, 10€, 15€

    Bisher habe ich immer die Funktionsdecoder von http://www.digital-bahn.de/ verwendet und bin damit zufrieden.

    Gruß Kristian

  • Nun, allein der
    Motortreiber für 2,8A kostet im Einkauf schon 3,10€,
    der Prozessor nochmal 1€,
    4-Lagen Leiterplatte mit 100µm und 1mm Dicke auch ca. 1€,
    die kleinen C´s in 0603 für 47µ kosten 1€
    Der Rest noch mal 2€.
    Also ohne Bestückungsprozess, Testlauf, Software kommen wir auf ca. 10€ Materialkosten.

    Der Decoder bei digitalbahn ist ja riesig! Also, meiner ist definitiv 9x15mm, damit er auch in kleine Loks passt.
    Und ich habe noch den kompletten JTAG-Port draußen.

    Der Prozessor läuft mit 20MHz, also auch schnell genug, um ein Servo zu steuern / oder 2.

    Der Dekoder kann jetzt von der Hardware her:

    Motorausgang bis 2,8A Dauer
    Lastregelung (Strommessung)/Drehzahlregelung (BEMF Messung, alternativ Hallgeber)
    Railcom
    SUSI
    2 Funktionsausgänge bis 250mA
    3 Ausgänge 20mA/5V (Servo, Leds)
    Externer C anschließbar

    Damit kann man je nach Konfigurationn auch 3 Servos anschließen und 1 Entkuppler und Licht.
    Oder 5x Licht.
    Die Kombinationen sind beliebig programmierbar.

    Wenn die Funktionen nicht reichen, habe ich ja noch den reinen, mobilen Decoder ohne Fahrfunktion mit 8 Ausgängen. Auch mit 9x15mm.

    Ich denke mal, fertig programmiert, mit Kabel angelötet, getestet, mit Handbuch wird der dann im VK um die 27€ liegen.
    Ohne Kabel halt etwas günstiger (Kabel anlöten kostet viel Zeit.)

  • Hallo Tren_en_TT,

    prinzipiell bevorzuge ich DIY Hardware, da es mir Spaß macht etwas selbst zusammenzulöten.
    Natürlich ist auch der Preisvorteil gegenüber Fertigprodukten nicht zu vernachlässigen. Z.B. kostet der Fipps Decoder von http://www.digital-bahn.de ~5€ und bietet 4 Funktionsausgänge. :gut:

    Jedoch bietet dein Decoder diesen Preisvorteil bei ~27€ nicht mehr, ist sogar teurer als gute Fertigprodukte.
    Wozu da noch selber löten? :wink:

    Gruß Kristian

  • Also, wenn jemand selber löten will - kein Problem:-)
    Könnte das Teil auch als Bausatz anbieten.

    Bauteilekosten Vollausstattung: 4,83€ + MwSt.
    Bauteilekosten Variante1: 4,45€ + MwSt.
    Leiterplatte: 1,26€+MwSt.

    Dann kann jeder das selber bestücken.

    Darauf sind dann:
    7 Widerstände 0603
    4 Kondensatore 0603
    2 Kondensatoren 0805
    4 Dioden SOD-123
    1 Diode SOD-80
    1 Spannungsregler SOT-23
    1 Atmel 3x3mm MLQF-20
    1 Endstufe SOP8
    2 npn/pnp-Arrays SOT-666
    1 Mosfet SOT-666
    1 Keramikschwinger 20MHz 2x2,5mm 3Pins (Nur bei Vollvariante)

    Die Leiterplatte ist 4-lagig, 0,2mm Vias, 100µm, 1mm, Goldauflage.
    Abmessungen 9x15mm

    Fertig bestückt, programmiert, getestet müsste ich aber schon 24,70€ incl. MwSt. verlangen.

    Funktionen:
    -Motor bis 2,8A, PWM bis 32kHz
    -4 F-Ausgänge, 2 davon als Servo benutzbar (Servo nicht bei Variante 1)
    -Railcom
    -SUSI
    -Drehzahlsensor
    -Motor lastgeregelt
    -Ansteuerung von WS2812 LEDs (RGB-Leds, die seriell angesteuert werden) (nicht bei Variante 1)

    So sieht die Leiterplatte aus. Wie gesagt, 9x15mm...

  • Nochmal zur Herstellung.
    Den Dekoder wird professionell hergestellt. Wir haben Erfahrung mit der Produktion von Industriegeräten und Fahrzeugelektronik.
    Nach der Herstellung (maschinelle Bestückung und Reflow-Prozess) wird der Dekoder im Nadel-Testadapter programmiert und getestet.
    Wenn alle Funktionen einwandfrei sind, kann er ausgeliefert werden.

    SMD-Schablone, Bestückung, Reflow-Prozess, "Zersägen" in Einzelplatinen, Testen/Programmieren, Verpacken, Verpackungsmaterial (bedruckte Blisterverpackung z.B.) kosten ja auch Geld.

    Ich habe bis jetzt noch nichts vergleichbares gesehen. TAMs hat einen, der hat aber nur 2 Ausgänge, 700mA und kann keine Servos oder WS2812 LEDs, kein SUSI, und kostet 29€.

    Wenn die Stückzahl ok ist und ich in China bestücken lasse (Arbeitszeit ist billig) kann man den dann für ca. 13,98€ incl. Steuer verkaufen.
    Das wäre doch schon mal was, oder?

    Und: Die Software ist Open-Source. Jeder kann, wenn er will, dran basteln und verändern. Und jederzeit neue Funktionen updaten!

  • Zu der Diskussion um den Preis möchte ich da auch noch etwas einflechten: Sobald so ein Teil, ob als Bausatz oder als Fertiggerät, verkauft wird, egal wie und wo, liegt ein gewerblicher Akt vor. Somit fällte er unter anderem unter das ElektroG und etlichen weiteren gesetztlichen Bestimmungen. Und diese ist der "Inverkehrbringer" vepflichtet, zu erfüllen. Das bedeutet konkret, dass (speziell in Bezug auf ElektroG) dieses Produkt registriert werden muss, der "Inverkehrbringer" verschiedene Auflagen gegenüber der Stiftung EAR erfüllen muss und dafür eine WEEE Nummer zugeteilt bekommt-- Bürokratie ohne Ende, leider nicht zu umgehen!- Und das kostet auch Geld! Das muss ein jeder Hersteller / Händler von jeglichen elektronischen Geräten in seinen Preis mit einkalkulieren, selbst wenn er dabei keinen persönlichen Gewinn dabei erzielt! Daher sind solche rein materialbezogenen Preisdiskussionen ohne jeden Realitätsbezug.
    Mir sind Fälle bekannt, in welchen das Umweltbundesamt in solchen Fällen Geldstrafen in Höhe von 14.000,- € verhängt hat!

    PS: Es spielt übrigens keine Rolle, wo der Hersteller auf der Welt beheimatet ist, entscheidend ist der "Inverkehrbringer", also auch ein Händler, der die Ware nach D einführt und da verkauft!

  • Nummern sind alle da und alles ist registriert - keine Sorge.

    Wenn ich die nächste Prototzpen-Serie aufgelegt habe, werde ich ein paar zum Test an die hiesigen Forianer verteilen.

    Dann sind die auch auf der Firmenwebseite zu finden. (http://benezan-electronics.de)