Demnächst findet bei jakschu in Rüdersdorf das Treffen rund um die Straßenbahn-Segmentanlage statt. Wie jedesmal wurde ein Thema ausgelobt, und dieses Mal war es Urlaub. Also habe ich mal geschaut, was so halbfertig bei mir herumsteht. Ich hatte einen Bastei-Wohnwagen, aber kein Zugfahrzeug, einen 3D-Druck eines VW LT Campers von Panzer-Shop.nl sowie ein Halb-Fertigfahrzeug der englischen Firma Replitek eines Morris J2 Motor Home. Für den Bastei beschaffte ich als Zugfahrzeug den Bausatz eines Wartburg 353S Tourist von V&V.
Beim J2 habe ich am wenigsten gemacht. Hier wurden Details mit Fineliner nachgezogen, der Unterboden geschwärzt und britische Kennzeichen erstellt und angebracht. Die bis dato nicht vorhandenen Fenster erstellte ich mit MKK. Da das Fahrzeug einteilig ist, war Hinterkleben nicht möglich, und so gibt es bei den sehr tiefen Rahmen der Seitenfenster einen Lupen-Effekt. Das sieht zwar komisch aus, kaschiert aber auch den nicht vorhandenen Innenraum. Den Bausatz von V&V habe ich in einem typischen Wartburg-Grün lackiert und ansonsten gebaut wie gedacht. Deutliche Kritik: Von einem fertigen Bausatz war das weit entfernt. Überall mussten Resinreste oder massive Resinangüsse entfernt werden. Die Felgen mussten aus einer Art Resinplatte herausgeschnitten werden. Die Achsen werden ohne Spiel durch Löcher im Fahrwerk (Hinterachse) bzw. Führungsblöcke unter der Motorhaube (Vorderachse geführt. Fahrwerk und Karosserie passen ohne Spiel ineinander, und dann sitzen die Räder nicht mittig in den Radhäusern. Leider liegen auch keine geätzten Spiegel oder Scheibenwischer bei, obwohl es ein Ätzteil für die Hutablage gibt. Ich habe dann sehr improvisiert, da ich passende Spiegel weder besaß noch davon weiß, dass sie überhaupt irgendwo existieren. Auf der Fahrerseite gibt es einen "Sport-Rückspiegel" aus dem Zubehörhandel, das ist ein Spiegel, den ich mal als Anbauteil für deutlich modernere Fahrzeuge gedruckt hatte. Von Hädl habe ich W50-Spiegel als Zusatzspiegel für den Wohnwagen-Betrieb verwendet. Freelance, ich weiß. Der LT von Panzershop war auch nicht ohne Probleme. Zum Einen hat er recht große Fenster, wo die MKK-Methode schon an ihre Grenzen stößt. Dass die großen Seitenfenster am Aufbau transparent sind, ist auch nicht wünschenswert, da hier ebenfalls ein gestalteter Innenraum fehlt. Es gibt einen Grund, warum es auf der Panzershop-Seite keine Rückansicht eines fertigen Modells gibt. Heckgepäckträger und Leiter verdecken teilweise das sehr große Heckfenster. Deswegen habe ich es auch nicht hinbekommen, die Dichtgummis vernünftig zu bemalen, und die Heckscheibe mit MKK zu verfüllen erwies sich als faktisch unmöglich. Einfach offen lassen ging aber auch nicht, und so spannt sich das "Fenster" zwischen den Streben des Gepäckträgers und der Leiter auf. Deshalb hier die schon mehrfach von verschiedenen Seiten vorgetragene Bitte wiederholt: macht doch bitte auch eure größeren Fahrzeuge mehrteilig, so wie ihr es bei PKW ja schon praktiziert. Und wenn die Modelle dann ein wenig mehr kosten, wird das kaum jemanden stören.
So, und hier nun die Ergebnisse:
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Beste Grüße
Jörg