Beiträge von GoRi

    Heute mal eine elektronische Bastelei. Wie üblich habe ich aus einer Fliegenklatsche mir ein Begrasungsgerät gebaut. Im Prinzip funktioniert das auch, aber die Wirkung war doch nicht ganz so wie erwartet. Deshalb habe ich das Gerät etwas "frisiert". Durch eine Spannungsvervielfacherschaltung war eine Spannung von ca. 3kV erreicht worden, was für kleinere Anwendungen durchaus ausreicht. Im Anhang mal ein Bild und eine kleine Beschreibung des Gräteaufbaus. Ein Nachbau erfolgt auf eigenes Risoko, denn auch wenn die Leistung der Hochspannungsquelle relativ gering ist, so ist sie nicht ganz ungefährlich - es sind dann doch ca. 3000V und die sind schon spürbar (eigene Erfahrung!Fliegenklatsche_3kV.pdf)

    Um mal das bastlerische „Sommerloch“ etwas aufzufüllen hier eine Bauanleitung für eine Pilzlampe. Die Pilzlampe ist als typische Reichsbahnlampe aus der DDR – Zeit hinlänglich bekannt. Es gibt sie auch als Fertigmodelle zu kaufen. Bei dem Modell von Viessmann war mir aufgefallen, dass die „Salatschüssel“ nur von zwei Streben gehalten wird. So eine Konstruktion habe ich weder in Natura noch irgend wo im Internet gefunden und scheint mir statisch gesehen auch sehr gewagt bis unmöglich.

    Auf den Bildern des Originals sind immer drei Streben zu sehen. Der eine Lampenstandort war etwas eigenartig. Sie stand an einem Hang, mindestens 500m von der nächsten Eisenbahn entfernt auf einem relativ niedrigem Mast. Es scheint also auch bahnfremde Anwendungen gegeben zu haben.

    Der Eigenbau ist mit etwas Fingerspitzengefühl und der üblichen „Küchentischwerkstattausrüstung“ durchaus zu bewältigen. Die Anleitung gibt es wieder als pdf- Datei zum herunterladen. Als Anhang ein paar Bilder vom Vorbild.

    Viel Spaß beim basteln.



    Bauanleitung_Pilzlampe.pdf

    Bei den alten Vollprofilschienen von Pilz ist zu beachten, dass der Schienenfuß breiter ist. Damit passen die alten Profile nicht in das Schwellenband des Modellgleises von Tillig.

    Wieder mal eine kleine Bastelei für den Küchentisch. Dieses Mal soll eine Straßenlampe entstehen, wie man sie auch jetzt noch oft auf den Straßen der DDR findet. Die Anleitung dazu habe ich mal als .pdf- Datei angehängt, Das finde ich einfacher, weil dann alles zusammen bleibt und nicht auf mehrere Beiträge (wegen der Anzahl der Bilder) verteilt wird. Als Steckfassung habe ich - wie im Bild zu sehen - ein Monoklinkenbuchse verwendet. Der Vorteil ist, dass die Buchse verpolungssicher ist und sich auch gut einbauen lässt. Als Nachteil ist zu sehen, dass beim Stecken unter Spannung ein Kurzschluss entstehen kann. Da ich aber den Strombegrenzungswiderstand für die LED vor der Lampe habe spielt das bei mir keine Rolle. Nun viel Spaß beim Basteln


    Straßenleuchte.pdf

    Wieder mal eine kleine Bastelei.

    Prellböcke gibt es in allen möglichen Formen auch für TT fertig zu kaufen und auch relativ preisgünstig. Aber wenn man will kann man sie auch selbst bauen auch preisgünstig. Ich habe lange nach einem günstigen Vorbild gesucht und auch eins gefunden, was mit relativ geringem Aufwand nachgebaut werden kann und keine metallische Verbindung zwischen den Schienen hat (Kuzschlussgefahr). Auch bei der großen Eisenbahn will man ja den Aufwand gering halten. Es gibt einen Prellbock (offiziell heißen die wohl Gleisabschluss), der nur aus einzelnen Schienenstücken und Verbindungsblechen zusammengeschweißt ist, ohne, dass der Schienenfuß bearbeitet wird. Diesen habe ich als Vorbild gewählt. Gefunden habe ich ihn an mehreren Stellen, z.B. an der Windbergbahn, in der Herrenleite (Feldbahnmuseum bei Lohmen) und an der Schmalspurbahn in Hainsberg (etwas umgebaut). Sicher ist diese Bauform noch an vielen andern Stellen zu finden.

    Das Löten der Seitenteile geht am besten mit einer kleinen Lötlehre aus einem Stück Hartholz. Die Rillen bilden ein gleichseitiges Dreieck, was sich am einfachsten mit Hilfe des Halbkreises aufzeichnen lässt. Die Rillen (0,8 ...1mm breit) werden entsprechend der Angaben eingesägt. Das Sägeblatt einer Metallbügelsägen hat etwa diese Breite. Der Zusammenbau ist dann eigentlich sehr einfach. Als erstes müssen die Schienenprofilstücke (2x 13 mm; 1x 9 mm) zurechtgeschnitten werden. Die Verbindungsbleche werden aus 4 mm breitem 0,3 mm dicken Blech hergestellt. Die Schrägen, die später auf dem Schienenfuß liegen, müssen vorher an den Blechen abgefeilt oder abgeschnitten werden. Die Außenkanten können später zurechtgeschnitten werden. Der Rest geht aus den Bildern hervor. Das zweite Teil wird dann seitenverkehrt gebaut. Statt der Holzschwelle habe ich einen Streifen Leiterplattenmaterial (1,5mm dick) verwendet. Er wird angelötet statt wie beim Original angeschraubt. Vorher muss allerdings mit einer Feile in der Mitte die Kupferschicht aufgetrennt werden, damit es keinen Kurzschluss gibt. Dieser Streifen gibt dem fertigen Prellbock eine gewisse Stabilität. Danach kann alles entfettet und mit Acrylfarbe angemalt werden.

    Heute mal noch eine weitere Anwendung für die Alufolie - Herstellung von Alu-Dachrinnen. Ich hatte dies schon mal kurz im "dunkelblauen" vorgestellt. Der Ablauf ist eigentlich aus den Bildern ersichtlich. Das "Werkzeug" im Bild 3 soll die Kanten etwas schärfen. Mann kann dazu auch ein Stück Hartholz mit einem entsprechenden Schlitz verwenden. Wenn man es etwas leicht verdreht über die Dachrinne führt (der Stahldraht muss noch in der Dachrinne liegen) werden die Kanten noch etwas mehr angedrückt. Für die Rinneneisen habe ich aber nicht mehr Draht genommen, sondern wie für die Fenster schmale selbstklebende Papierstreifen, die dann mit der Dachrinne gestrichen werden. Dies geht einfacher und entspricht auch mehr dem Vorbild. Die Anschlusskästen für die Abflussrohre sind aus Adernendhülsen entstanden, die entsprechend gekürzt, etwas zurecht gefeilt, gebogen und an die Dachrinne geklebt wurden. Das Material ist sehr weich und gut formbar. Der Vorteil dieser Hülsen ist, dass man das Dach dann auch abnehmen kann, da das Abflussrohr nicht fest mit der Dachrinne verbunden ist.

    Nun gleich noch die Herstellung der Fenster der Wellblechbude, was auch nicht so schwer ist. Wir benötigen dazu ein Stück glasklare Folie und die Ränder eines Briefmarkenblocks (selbstklebende).

    Diese werden entsprechend der gewünschten Fensterfarbe eingefärbt.

    Auf ein Stück weißes Papier wird das Fenster (Rahmen und Streben) aufgezeichnet. Die Streben werden noch über den Rahmen hinaus verlängert. Über die Zeichnung legt man nun die glasklare Folie und fixiert sie mit Klebeband. Nun kann man schmale Streifen aus den Rändern des Briefmarkenblocks schneiden, von den Trägerpapier befreien und auf die Folie Kleben. Zuerst werden die Sprossen aufgeklebt und danach der Rahmen, der etwas breiter sein sollte, als der sichtbare Teil. Danach wird die Folie mit dem aufgeklebten Fensterahnen vom Papier gelöst, ausgeschnitten und von innen auf die Fensteröffnung geklebt.

    Das Schneiden der schmalen Streifen geht am Besten nach folgender Methode:

    Auf einer Schneidematte wird ein dickes Lineal oder wie auf dem Bild ein Winkel gelegt und an diesen das zu schneidende Papier herangeschoben. Wichtig ist, dass der Winkel o.ä. unten keine abgerundete Kante hat, damit das Papier nicht zwischen Schneidmatte und Winkel geschoben werden kann. Nun wird auf das Papier das Schneidlineal gelegt und zwischen Winkel und Lineal ein Abstandstreifen von der Stärke der gewünschten Streifenbreite gelegt. Alles wird auf Anschlag zusammengeschoben. Danach wir der Winkel und Abstandshalter entfernt ohne das Lineal zu verschieben, Schneidet man nun entlang des Lineals, so erhält man einen Streifen entsprechender Breite.



    Als Anwendung für das Wellblech soll eine Wellblechbude entstehen. Die Vorbildzeichnung stammt von drehscheibe-online.de. Ich habe die Zeichnung mit sketchup mal auf 1:120 umgestellt.

    Als erstes müssen wir ein Grundgerüst - wie auch beim Original - bauen. Dies kann aus Pappe oder Kunststoff geschehen. Dazu schneiden wir zwei Platten mir den Abmessungen der Grundfläche (-0,5mm wegen Materialstärke) aus. Für die Ecken benötigen wir Vierkantstäbe aus Plaste, Holz oder dicker Pappe in der Länge von 18mm 2x Materialstärke der Platten. Daraus wird das Grundgerüst zusammengeklebt.Die Seitenteile der Wellblechbude werden entsprechend der Maße ausgeschnitten. Die Bögen der Stirnseite kann man mit der Schere schneiden. Die Fenster lassen sich am besten mit einem Cuttermesser ausschneiden. Sollten die Wellen am Rand durch das Schneiden zusammengedrückt werden, so können sie einfach "nachgewellt" werden. Auch kann man vorsichtig mit einer feinen Feile das Wellblech bearbeiten. Das Dach wird dann freitragend aufgeklebt. Biegen lässt es sich gut über eine zylindrische Dose o.ä. Als Fenstereinsätze kann man Plastfenster z.B von Auhagen verwenden, oder man baut sie selbst. Die Tür wurde oben und unten mit schmale Streifen (U -förmig gebogen) eingefasst, an den Längsseiten wurde das Blech einfach nach außen umgebogen. Zum Kleben eignet sich Sekundenkleber, aber auch andere Klebstoffe sind verwendbar. Vor dem Lackieren sollte man das Blech mit Spiritus entfetten. Als Farbe kann Acrylfarbe verwendet werden. Auch eine Fernsprechbude lässt sich so bauen (ich weiß gibt es in guter Ausführung auch fertig zu kaufen).

    Bei der Wellblechbude ist das Dach noch nicht eingeklebt un die Fenster muss ich auch noch putzen!

    Ich mache hier mal ein neues Thema auf, um die Bastellust zu wecken.

    Schön wäre es, wenn auch andere Bastler hier ihre Ideen mit kundtun. Der Titel soll nicht bedeuten, dass hier Küchentische gebaut werden sondern, dass man für diese vorgestellten Basteleien keine Feinmechanikerwerkstatt braucht und diese Sachen auch am Küchentisch basteln kann. Die für die Modelleisenbahn allgemein notwendigen Werkzeuge sollten natürlich vorhanden sein.

    Dazu zählen: Lötkolben, diverse Zangen und Schraubendreher, Feilen, ein Satz Schlüsselfeilen, ein Kleinbohrgerät (es muss nicht unbeding ein Drehmel sein, es gibt auch billigere Geräte, die für uns Bastler meist auch ausreichen) mit Spiralbohrern (0,5mm bis 3mm), eine Laubsäge mit Laubsägeblättern für Metallbearbeitung und ein kleiner Schraubstock. Sicher gibt es noch wesentlich mehr Werkzeuge, die die Arbeiten vereinfachen und erleichtern. Mit der Freude am Basteln wächst der Werkzeugbestand meist von selbst.

    Als erstes soll die Herstellung von Wellblech stehen.

    Ausgangsmaterial ist Alufolie ca. 0,1mm dick. Diese gibt es kaum auf Rollen (Haushaltsfolie ist zu dünn!), aber Einmal- Kuchenformen, Servierplatten oder Aschenbecher u.ä. sind aus dieser Folie und relativ preiswert (um 1) in diversen "Kramläden" zu erhalten.

    Man schneidet mit einer normalen Haushaltsschere ein möglichst gerades Stück heraus, einfache Wellen kann man leicht wieder herausdrücken, nur was zu stark verformt ist wie z.B. am Rand ist es nicht verwendbar. Der Streifen soll nicht zu breit sein, sonst braucht man beim anschließenden Walzen zu viel Kraft. Im Original sind die Wellblechplatten auch kaum breiter als 2m - 3m.

    Nun brauchen wir nur noch zwei Brettchen, einen fein geriffelten Uhrmacherschraubendreher und eine nicht zu harte Zwischenlage. Dazu eignet sich fester Filz (wie die Sohle auf den "Filzlatschen") am besten, Moosgummi, oder Kork (von Gleisbettung) gehen aber auch.

    Die "Walzanordnung" ist aus den Bildern ersichtlich. Das obere Brett ist notwendig, damit man auf der Schraubendrehergriff genügend Druck ausüben kann. Zum Rand hin muss man aufpassen, dass sich beim zurück "walzen" nicht die Folie um den Schraubendreher wickelt, also am Rand nur nach außen walzen, in der Mitte geht es auch in beide Richtungen. Sind die Wellen gut zu sehen, wird das Blech umgedreht und auch von der andern Seite gewalzt. Der Schraubenzieher findet sich fast von selbst in die schon vorhandenen Rillen. Das muss man solange wiederholen, bis das Blech gleichmäßig gewellt ist.

    Das Blech lässt sich gut mit einer Schere, aber auch mit dem Cuttermesser oder Skalpell schneiden. Werden dabei die Wellen etwas zusammen gedrückt, so lassen sie sich einfach wieder auffrischen.