Beiträge von Norberts120

    Hallo Fritz,


    ich werde einmal versuche deine Fragen aus dem Post #1 zu beantworten.


    Kurz zu mir, ich baue gerade meine zweite Anlage auf und ziehe diesbezüglich meine Lehren aus den Fehlern der Erstanlage.


    Aus dem alten Fundus habe ich noch alte Antriebe aus der Roco-Zeit im Einsatz. In meinem frei begehbaren Schattenbahnhof mit 21 Gleisen verwende ich grundsätzlich neben den alten Roco-Antrieben die Fleischmannantriebe 22218 und 22219. In einem Fehlerfall können diese dann leicht von oben ausgetauscht werden. Alle Roco-und Fleischmannantriebe werden zudem grundsätzlich mit den Lenz-Dekodern LS150 angesteuert. Das ist eine Philosophiefrage. Die LS150 schalten die Antriebe mit Wechselspannung, was Remanenzeffekte in den Antrieben über die Zeit deutlich minimiert. Generell können die LS150 an ALLE Zentralen angeschlossen werden, die ein DCC-Signal zum Betrieb bereitstellen. Der 10836 von Roco geht natürlich genauso, wird er doch ebenfalls durch das DCC-Signal angesteuert.


    Bezüglich deiner 3. Frage, kann ich dir nur raten, dir genau vorher Gedanken zu machen, was du willst. Ein späteres Umstellen von Ober- auf Unterflurantriebe ist nur mit großem Aufwand verbunden. Dabei kann das eine oder andere durchaus auch mal kaputt gehen. Für die DWW, DKW, IBW und die EW1 habe ich früher die Conrad-Antriebe 2201977 verwendet. Mit der Neuanlage rüste ich alle Weichen mit Servo-Antrieben aus dem Modellbau aus. Diese können dann Weichen mit federnden Weichenzungen, wie die EW2, EW3 sowie die DKW Bauart Baeseler schalten. Servo-Antriebe kannst du aber nur mit Servo-Dekodern steuern. Auch hier gilt, DCC-fähige Servo-Dekoder passen zu allen DCC-Zentralen.


    Welche Belegtmelder du verwendest, wird auch eine Frage des Rückmelde-Busses sein (RS-Bus, S88, R-Bus, Loconet, BiDib…) sein. Hier gibt es die unterschiedlichen Meinungen und Philosophien. Jeder trifft seine eigene Wahl. Der Roco-Detector X16 ist mit seinem R-Bus natürlich 100% kompatibel zur Z21. Die Belegtmeldung mit Stromfühlern zu realisieren, ist natürlich auch eine gute Wahl.

    Zitat

    Ich bin mir unsicher ob der Tillig Entkupplerantrieb elektrisch kompatibel zum Ausgang des Roco 10836 ( A + B ) ist, weil am Roco 10838 der mittlere Ausgang der Pluspol ( + ) und an A oder B der zweite elektr. Anschluss eines Endverbrauchers ( Weiche od. Entkuppler ) anzuschließen ist. Das Entscheidende ist wohl die Schaltflanke ( postiv oder negativ ). Soweit ich das bisher verstanden habe.

    Du kannst zwei Entkuppler an einen anschließen. Dabei verbindest du einen mit dem Ausgang A und en anderen mit dem Ausgang B. Die anderen beiden "Strippen" kommen dann an „+“. Den Entkupplern ist es letztendlich egal in welche Richtung der Strom fließt. Schaltflanken, sind somit irrelevant.



    Grüße aus dem Havelland


    Norbert

    Hallo zusammen,


    Wollte mal kurz meine Weichenpolarisation vorstellen. Einige Weichen EW1 werden im Schattenbahnhof mit den Fleischmann-Antrieben 22218 und 22219 angesteuert. Um die Herzstücke zu polarisieren habe ich mir zwei kleine Platinen ausgedacht, die die Polarisation der Herzstücke steuern. Dabei werden bistabile Relais parallel zu den Antrieben geschalten. Eine Duo-LED zeigt dabei an, ob die Weiche auf „gerade“ (grün) oder auf „Abzweig“ (rot) steht. Ich verwende Lenz-Dekoder LS150. Sie schalten mit Wechselstrom. Daher müssen Dioden den Schaltimpuls des Relais gleichrichten, die dann auch sicher schalten. Bei meinem WD10 von Kühn setze ich anstelle der Dioden eine Brücke und das Ganze klappt auch. Mit der Stiftleiste kann ich mit Jumpern die Gleisspannung für die Herzstücke entweder aus je einem Stromkreis einzeln abgreifen oder als Paket mit nur einer Gleisspannung realisieren. Das spart Verdrahtungsarbeit.


    Nachteilig ist, wenn ich die Antriebe händisch verstelle, stimmt die Polarität nicht mehr zur entsprechenden Weichenstellung überein. Da muss man halt aufpassen.


    Das kleinere Board ist als Add-On gedacht. So kann ich bei Bedarf alle 6 Ausgänge des LS150 nutzen.


    Das ist alles kein Hexenwerk und im Prinzip nichts Neues. Habe nur keinen Bock drauf gehabt alle Polarisationen auf Lochrasterplatinen zusammenzulöten. Wenn Interesse besteht, kann ich die KiCad-Daten und Stücklisten der verwendeten Bauelemente zur Verfügung stellen.