"altern" von Wagen

  • Zitat von Thomas Klug

    ...es soll zu DR-Zeiten Lokpersonal gegeben haben, welche ihre Maschinen mit in Öl getränkten Lappen abgewischt haben...
    ....


    Dieselöl im Lappen, hat mir mal jemand gesagt.

    Frank .go.TT grüßt

  • Hallo und vielen Dank. Aber ich bin ja noch nicht fertig. Meine Vorgehensweise bis jetzt war:

    1. Demontage der Waggons, Drehgestelle ab, Räder raus, Leitern und Laufbühnen ab

    2. Spachteln und Schleifen der Kessel, auffällig sind die Nähte der Formtrennkanten, außerdem stehen die separat eingesetzten Kesselböden über, Anschleifen und Säubern für die Lackierung.

    3. Grundlackierung in Mittelgrau, Dunkelgrau und Schwarz mit Acrylfarbe von Revell per Airbrush

    4. Maskieren der Bühnen mit Flüssigfolie

    5. „Wolken“ der Grundfarbe, da die gespritzte Farbe zu homogen und makellos ist. Ich habe Kleckse von Ölfarbe in Weiß, Grau und Braun aufgebracht und mit Revellverdünner und einem Pinsel auf der Oberfläche verrieben. (Auch eine exakt lackierte Originalfläche WIRKT nicht homogen.

    6. Mehrere Filter, also dünne graue Farbbrühe je nach Grundfarbe zum Aufhellen und Abschwächen der Wolken. Bei den einzelnen Wagen mit gleicher Grundfarbe kann man so unterschiedliche Verwitterungszustände darstellen. Aufgebracht mit dem Airbrush auf Wasserbasis.

    7. Zwischengrundierung aus Glanzlack als Grundlage für die Abziehbilder, auch bei mir „silbert“ es trotzdem noch an einigen Stellen.

    8. Aufbringen der Abziehbilder, die Wagenbeschriftung ist fertig von mb-tt, das Logo und die Eigentümeranschrift habe ich bei Hartmann drucken lassen, kann ich nur empfehlen. Herr Hartmann hat auch mal sonntags angerufen, weil er eine Frage hatte...

    9. Abziehen der Maskierungen von den Bühnen usw.

    10. Aufsprühen von Schmutzfarbe (braun bis dunkelbraun) insbesondere von oben, auch hier unterschiedlich intensiv bei den Wagen (Mittlerweile ist es auch für mich schwer, die ursprünglich hellgrauen Wagen zu erkennen.)

    11. Aufsprühen von Rostfarbe, gemischt aus Ocker und Rost von Revell, von oben, aber auch leicht von unten und der Seite als Flugrost

    12. Zwischenversiegelung mit Mattlack

    13. Aufmalen von Rostfahnen, Abplatzungen und Schmutzspuren mit Ölfarbe, auch über die Abziehbilder hinweg, Alterung der Bühnen und Fahrgestelle, hier verwende ich Englischrot und für frischen Rost Hellocker.

    14. Schattieren der tiefer liegenden Bereiche mit stark verdünnter schwarzer Ölfarbe (bei den Flugzeugmodellbauern nimmt man „Panel Liner“, ich habe es selbst gemixt. Auf Wasserbasis funktioniert es nicht, vermutlich muss man da auf Isopropanol umsteigen.) Besonders an den ganz gut gravierten Drehgestellen hat das eine gute Wirkung.

    15. Trockenmalen (Granieren, Drybrushing) der Kanten mit heller Farbe und fast leerem Pinsel

    16. Schablonieren und Spritzen der Radscheiben mit graubrauner Farbe und anschließendes Schattieren und Rosten


    Es stehen noch aus:

    - Wiedermontage der Leitern und Bühnen

    - farbliche Behandlung dieser

    - Anbringen von Rostfahnen an den Halterungen mit Ölfarben

    - Aufbringen von Flugstaub mit Airbrush, hier nehme ich Ockertöne

    - Mattlackierung

    Ergänzt nach Hinweis Kohlenkulli: Überlaufreste mit Glanzfarbe aufbringen

    - Stirn abwischen

    - Biertrinken


    Bei einigen Wagen hatte ich Flicken maskiert und nach der Alterung abgezogen und dort dann das Logo eingefügt.


    Das Mansfeld-Logo gab es so, aber nicht an Kesselwagen. Aber das gehört zu den Geschichten um meine Module der fiktiven Harzhochbahn... Die Eingestellt-bei-Beschriftung wurde aber so an Säurekesselwagen ausgeführt.


    Mechanisch wurde noch Folgendes gemacht: Einbau von PEHO-Kurzkupplungskulissen mit entsprechendem Umbau der Drehgestelle, Einbau von PEHO-Messingbuchsen in die Lager, neue Radsätze. Ganz nebenbei, man hat ja lange Weile, habe ich einige Waggons mit Bremserhäusern ausgestattet. Der aufmerksame Betrachter kann vielleicht auch die beiden Hädl-Modelle erkennen, die frisch aus der Schachtel durch den Dreck gezogen wurden.

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    Grundierung der Modelle


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    Vorbereitung für das Wolken


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    Abwandlungen der Grundfarbe


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    weitere Fortschritte


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    Hier habe ich mal das „Auskreiden“ der weißen Werbung simuliert, es wurde maskiert und mit dünner weißer Farbe gespritzt.


    Reicht!

    Gruß F.

  • Hallo,



    einzigst die Flüssigkeitsreste um den Domdeckel herum fehlen bei manchen Wagen,

    früher wurde da viel mehr geschlammt wie heutzutage, da sind die sauberer,


    ansonsten, ohne Worte :gut::gut::gut::verneig:


    Gruß Ralf

    Servus aus der Oberpfalz , Ralf

  • Also auf dem letzten Bild hätte ich schon was zu "bemängeln" ;)


    Gut, es sind die schon etwas "betagten" Wagen, die im Endergebnis wirklich super ausschauen, aber wenn dort noch die Handläufe, Bühnen usw. aus geätzten Teilen bestehen würden, dann wären die Wägelchen dann so ganz und gar peeeerfeeekt ;)

    Aber wie schon angemerkt, auch mit den Plastik- und Stanzblechteilen, da schaut's bereits richtig prima aus :gut:


    Ich behalte dein "Treiben" im Auge:lupe:

    Hab ich doch auch noch einige solcher Wagen zum "aufhübschen", wo ich mir hier doch reichlich was abschauen:suchen: kann.


    Da will ich es mal mit dem etwas "dunkel grünen Herrn" :hä:halten...



    ansonsten, ohne Worte :gut::gut::gut::verneig:

    NeTTe Grüße vom Toni
    Mitglied der IG - Car System und RC in TT


    https://tt-modellbahnforum.de/index.php?attachment/5369-b%C3%A4rchen-gif/