Panzerverladung T-55

  • Hallo in die Runde :hut:

    Kann mir jemand sagen wie die T-55 auf die Samms verladen wurden in Bezug auf "Stellung der Kanone"? Ich kenne Bilder mit "Kanone aneinander" und manchmal schaut es aus wie "Kanonen in eine Richtung". Leider sind Bilder rar wo es ganz deutlich von der Seite zu sehen ist wenn "Kanone in eine Richtung". Hab zwar das Heft Militärzüge, aber zu der Konstellation ist dort nichts vermerkt. Vlt gibt es auch unterschiedliche T-55 das es einmal so und einmal so ist mit den Kanonen? Danke im Voraus. Gruss Jan

  • Die Kanonen wurden nach hinten gedreht, Das verkleinerte die Sperrigkeit. Es soll auch die Variante gegeben haben: einer nach vorn, der andere davor nach hinten, beide Kanonen miteinander verbunden um ein Ausscheren nach der Seite aus dem Licht-Raum-Profil zu verhindern. Die Kanonen waren m.E. abgesenkt.


    mfg

    fp

  • Hallo Janosch,

    ich kenne es aus eigener Erfahrung so, wenn wir in Dresden Panzer verladen haben, die Kanonen wurden nach hinten gedreht, zwischen die Fässer, abgesenkt und arretiert (manchmal auch zusätzlich mit Seil verzurr). Das verhindert ein ausdrehen der Kanonen während der Fahrt, falls die Arretierung sich gelöst hätte, wäre somit ein Ausdrehschutz gegeben. Die Panzer wurden vorwärts verladen und somit standen die Kanonen, bei Abfahrt entgegen der Fahrtrichtung alle in eine Richtung nach hinten.

  • Hallo,

    Vielen Dank, Ja hab beide Varianten schon gesehen, nur eben nicht erklärbar wann wie Verfahren wurde. Mit alle Kanonen in eine Richtung schaut halt schöner aus. Das mit dem Ausdrehschutz zwischen die Fässer macht Sinn. Ich denke so wird's dann gemacht! ;-)

    Danke & Gruss Jan

  • Hallo, die Kanonen waren in abgesenkter Stellung innen mit einer Zurrstange an der Decke des Turmes arretiert. Das war ein massiver, halbmeterlanger Stahlknochen mit mehreren Löchern für die ca. 30 mm dicken Bolzen, um die Kanone in unterschiedlichen Neigungen einrasten zu können. Gegen Drehen musste der Turm sowieso gesichert werden, das geschah durch einen feststellbaren Bolzen, der in „Nach-Vorn“ oder „Nach-Hinten“-Stellung in den Drehkranz des Turmes einrasten konnte. Die Schwenkwerke hätten den schweren Turm nicht halten können.

    Zwischen den Fässern wurde übrigens das Tarnnetz in einem Sack transportiert, das musste man erst einmal runtertrampeln, bis die Kanone weit genug abgesenkt werden konnte und der Zurrbolzen in die Stange passte.

    Bei uns (Rostock) wurde grundsätzlich mit Turm nach Hinten verladen. Die zusammengerödelten Kanonen kenne ich nur vom Hörensagen. Empfehlenswert ist auch das Heft „Militärtransporte bei der Bahn, Teil 2“.

    Nicht zu vergessen, und das ist bei ROCO falsch: das FLA-MG musste auf der Bahn abmontiert werden, es wurde in einer Hülle hinten am Turm in einer Halterung verstaut.

    Gruß F.

  • MG`s und Antennen mussten abmontiert werden, wurde aber gerne von den Besatzungen "vergessen".

    Eigentlich mussten bei Verlegung auch die taktischen Nummern unkenntlich gemacht werden.

    Brachte die Wagenmeister der DR regelmäßig in Rage.

    Rohr nach hinten war die Regel, schon wegen dem Schutz vor Beschädigungen.

    Auch so ein dickes Stahlrohr ist letztendlich eine empfindliche Waffe.

    Die gekreuzten Kanonen kenne ich von den "Freunden", immer die Rohre mit Trossen gesichert.

    Nochmal MG`s, wer will das schon machen, bei Verladung alles abbauen? Ich bin froh das überhaupt welche dran sind.


    Mathias

  • Hallo Mathias,

    Schön dich hier zu Lesen ;-)

    Mal ne blöde Frage, ist die Kanone wenn nach hinten gedreht ist kürzer vom Überstand? Weil wenn der hintere Panzer auf dem Wagen die Kanone nach hinten dreht dann steht diese doch hinten über den Wagen raus..... ? Da müsste der Turm wenn dann etwas vor der Fahrzeugmitte sitzen wenn das was bringen soll, denn dann wäre hinten weniger Überstand als nach vorn. Werde das am Modell mal ermitteln.....


    Gruss Janosch

  • Blöde Fragen jibbet nich.

    Der Panzerturm war oder ist immer nach vorne verschoben. Hinten ist ja das Kraftpaket.

    Rohr nach hinten verringert den Überhang der Hauptwaffe um ca. 1/3.

    Ich weiss ja nicht ob hier auch jemand angeln geht; aber da ist es genauso: die Angelruten werden mit den Spitzen nach hinten getragen. Warum?

    Spitze vorran heisst bei Anstoss an ein Hindernis Bruch. Spitze nach hinten: Die Rute (oder das Rohr) streift ohne nennenswerten Schaden am Hindernis entlang.

    Es wurde versucht möglichst die Rohre nach hinten zu legen. Ging nicht immer, denn manchmal musste ja die Fahrtrichtung gewechselt werden. Und die Gegebenheiten am Entladebahnhof waren auch zu berücksichtigen.

    Ich habe selber als Jugendlicher gesehen wie die Freunde verladen haben, oft sogar. Eigentlich wöchentlich.

    Wenn ein Panzer Turm nach vorne auf den Zug fährt und dann bremst kann er soweit durchnicken dass das Geschütz auf dem Heck des vor ihm stehenden aufschlägt. Selber gesehen. Auch die Behandlung des Fahrers durch einen Offizier.

    Der Fahrer flog im hohen Bogen auf die Gleise und wurde dort ganz speziell "behandelt".


    Mathias